Wohnungen in Sofia: Von rund 2100 Euro in Ljulin bis 4300 Euro in Isgrew
Laut Daten des Portals imot.bg vom 8. Oktober liegen die Angebotspreise je Quadratmeter in der Hauptstadt weit auseinander. Eine Zweizimmerwohnung bringt im Mittel rund 4,2 Prozent Mietrendite.

Symbolbild · Foto: WikiPhilPa / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Wer in Sofia eine Wohnung kaufen will, zahlt je nach Viertel sehr unterschiedlich viel. Das zeigt eine Übersicht des bulgarischen Finanzportals Finansov Savet (finansovsuvet.com, aktualisiert am 15.10.2026), die sich auf die mittleren Angebotspreise des Immobilienportals imot.bg vom 8.10.2026 stützt. Für die ganze Stadt liegt der Median der Angebotspreise demnach bei 2518 Euro je Quadratmeter. Am teuersten sind Isgrew mit 4293 Euro, Istok mit 4256, Iwan Wasow mit 4208, Losenez mit 4047 und Oborischte mit 4008 Euro; im Zentrum rund um den Doktorski pametnik reichen die Werte bis 5567 Euro.
Günstiger sind die großen Wohnviertel mit vielen Plattenbauten: Ljulin 1–10 kommt im Median auf 2082 Euro, wobei die Spanne von 1883 Euro in Ljulin 5 bis 2374 Euro in Ljulin 7 reicht. Nadeschda liegt bei 2106 bis 2417 Euro, Owtscha Kupel bei 2301, Studentski grad bei 2704 und Mladost 1–4 bei 2504 bis 2992 Euro. Für Vermieter wirft eine Zweizimmerwohnung laut der Übersicht eine mittlere Bruttorendite von etwa 4,2 Prozent im Jahr ab, eine Dreizimmerwohnung rund 3,5 Prozent – in teuren Vierteln etwa 2,8 bis 3,0 Prozent, in günstigen Plattenbauvierteln 4,4 bis 5,1 Prozent. Die mittlere Miete einer Zweizimmerwohnung sank demnach zuletzt von 631 auf 621 Euro.
Der Markt kühlt dabei ab. Laut der Registeragentur, die Finansov Savet nach einem Bericht der Zeitung Capital zitiert, wurden in Sofia im dritten Quartal 7282 Immobiliengeschäfte abgeschlossen, 21,2 Prozent weniger als ein Jahr zuvor; landesweit waren es laut Ruse.news vom 8.10.2026 gut 45.000, ein Minus von 22 Prozent. Die Preise steigen trotzdem: Das Nationale Statistikinstitut (NSI) meldete nach vorläufigen Daten für Sofia im zweiten Quartal 13,2 Prozent höhere Wohnungspreise als ein Jahr zuvor. Wichtig für Käufer: Angebotspreise sind keine Abschlusspreise – Bei der Maklerfirma Adres in Sofia wurden laut Finansov Savet unter Berufung auf Investor.bg (6.10.2026) im dritten Quartal 55 Prozent der eigenen Geschäfte mit Preisnachlass abgeschlossen.
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