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Iran ruft zum Gassparen auf – Regierung erwartet Defizit bis 250 Mio. Kubikmeter täglich

Mindestens zehn Prozent weniger Erdgas sollen die Iraner im Winter verbrauchen. Parlamentschef Ghalibaf verspricht, den Gegenwert der Einsparung umgehend aufs Bankkonto zu überweisen.

Symbolbild: Brennende Gasflammen auf einem Herd

Symbolbild · Foto: Осадчая Екатерина / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Irans Führung bereitet sich auf einen Winter mit knappem Erdgas vor. Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf rief in einem von örtlichen Medien verbreiteten Video zu einer landesweiten Mobilisierung auf, um den Gasverbrauch um mindestens zehn Prozent zu senken. Wer spare, werde umgehend den entsprechenden Betrag auf sein Bankkonto erhalten, berichtete der bulgarische Sender BNT unter Berufung auf die Nachrichtenagenturen BTA und AFP.

Iran kämpft seit Langem mit Gasengpässen; Erdgas ist im Land vor allem für das Heizen unverzichtbar, im Winter fallen die Temperaturen besonders im Norden oft unter null. Der Krieg mit den USA und Israel, der Ende Februar begann, hat die Lage nach Regierungsangaben verschärft: US-Angriffe auf Gasanlagen, vor allem im Süden, hätten Raffinerien außer Betrieb gesetzt. Der Erste Vizepräsident Mohammad Reza Aref rechnete laut der Agentur IRNA Anfang Oktober mit einem täglichen Defizit von 100 bis 250 Millionen Kubikmetern Gas in der kalten Jahreszeit.

Zugleich steht die iranische Wirtschaft unter Druck: Laut CBS News unter Berufung auf AP schränkt die US-Seeblockade iranischer Häfen die Ölexporte ein, von denen der Staat abhängt; an den Landgrenzen stauen sich Lastwagen, weil sich der Handel auf Straßen verlagert. Der Konflikt konzentriert sich laut BNT inzwischen auf die strategisch wichtige Straße von Hormus.

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