Schüsse in Trappes: Tatverdächtiger in psychiatrische Abteilung verlegt
Die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft hat den Polizeigewahrsam „aus psychiatrischen Gründen“ ausgesetzt. Bei dem Angriff am Freitag starb ein 26-Jähriger, ein Mädchen ist schwer verletzt.

Symbolbild · Foto: ℍenry Salomé / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 (zugeschnitten und skaliert)
Nach den Schüssen in Trappes und La Verrière bei Paris ist der Polizeigewahrsam des Tatverdächtigen ausgesetzt worden. Die nationale Anti-Terror-Staatsanwaltschaft PNAT teilte am Sonntag mit, dies sei „aus psychiatrischen Gründen“ geschehen. Der 39-Jährige wurde in die psychiatrische Abteilung der Pariser Polizeipräfektur gebracht und soll dort bis zu 48 Stunden beobachtet werden. Geprüft wird, ob sein Zustand weitere Vernehmungen zulässt.
Toxikologische Tests fanden nach Angaben der Ermittler Cannabis und Kokain in seinem Blut. Vier Personen aus seinem familiären und sozialen Umfeld werden befragt. Laut „Le Monde“ sagte er der Polizei, er habe Einwanderer treffen wollen, um die am 17. Oktober geplünderten Ladenbesitzer zu „rächen“.
Bei dem Angriff am Freitag gegen 10.30 Uhr soll der Mann aus einem Auto auf Passanten geschossen haben. Ein 26-Jähriger starb, fünf Menschen wurden verletzt, darunter ein zwölfjähriges Mädchen in kritischem Zustand. Präsident Emmanuel Macron sprach von einem „rassistischen Terroranschlag“. Am Samstag versammelten sich Hunderte am Tatort und hielten eine Schweigeminute.
