Sachsen-Anhalt nach dem AfD-Sieg: Zwischen Heimweh, Abwanderung und Sorge
Wochen nach der Landtagswahl ist offen, wer regiert. Eine ZDF-Reportage zeigt, wie das Ergebnis den Alltag prägt – vom Dorfkrug im Südharz bis ins Klassenzimmer in Eisleben.

Archivbild · Foto: Dguendel / Wikimedia Commons, CC BY 3.0 (zugeschnitten und skaliert)
Bei der Landtagswahl Anfang September wurde die AfD in Sachsen-Anhalt mit 43,8 Prozent stärkste Kraft, wer das Land künftig regiert, ist weiter offen. Eine neue ZDF-Reportage mit dem Youtuber und Autor Alexander Prinz zeigt, wie das Ergebnis den Alltag prägt. Seit der Wiedervereinigung hat das Land durch Abwanderung und Geburtendefizit mehr als ein Viertel seiner Einwohner verloren.
Hanka Rackwitz, einst für TV-Formate wie „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ unterwegs, hat in Freist im Landkreis Mansfeld-Südharz den „Dorfkrug“ übernommen. Sie bleibe im Osten, „weil ich hier hingehöre“, sagt sie. Christiana L. aus Dessau zog 2001 nach Stuttgart, weil sie dort Arbeit fand; das Wahlergebnis habe sie in ihrer Entscheidung bestärkt. „Ein Großteil meiner Familie wählt AfD, da bin ich mir ganz sicher.“
Der Nachhilfelehrer und Musiker Florian E. aus Eisleben sorgt sich um queere Schüler und Kinder mit Migrationsgeschichte: „Ich finde es irgendwie erschreckend und frustrierend.“ Der Unterrichtsraum solle ein „Safespace für alle“ sein, wünscht er sich. Die zweiteilige Dokumentation „Heimweh – Sachsen-Anhalt mit Alexander Prinz“ ist seit dem 25. Oktober online abrufbar, im ZDF läuft sie am 29. Oktober.
