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Offener Brief: Ramelow wirft DIG-Chef Beck Einseitigkeit gegen die Linke vor

Im Streit um ein rot-grün-rotes Bündnis in Berlin kritisiert Bundestagsvize Ramelow die Deutsch-Israelische Gesellschaft. Deren Präsident Beck hatte Grüne und SPD scharf angegriffen.

Symbolbild: Berliner Abgeordnetenhaus, der ehemalige Preußische Landtag

Symbolbild · Foto: Gunnar Klack / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Bundestagsvizepräsident Bodo Ramelow (Linke) wirft dem Präsidenten der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG), Volker Beck (Grüne), vor, im Streit um die neue Berliner Landesregierung einseitig gegen die Linke Stellung zu beziehen. In einem Offenen Brief, über den das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet, schreibt Ramelow, selbst DIG-Mitglied, er nehme „mit großer Verwunderung“ die „überaus scharfen Töne aus der Deutsch-Israelischen Gesellschaft“ zum Wahlerfolg der Linken wahr.

„Wer Antifaschist ist, sollte immer auch glaubwürdig gegen Antisemitismus stehen“, so Ramelow. Viele Linke verstünden sich als Freunde Israels; Solidarität mit Israel und mit den Palästinensern schließe sich nicht aus. Rot-Grün-Rot habe bei der Abgeordnetenhauswahl eine klare Mehrheit erreicht und den Auftrag, Berlin „bezahlbar und besser zu machen“. Die Linke habe in den vergangenen 25 Jahren 17 Jahre in Berlin mitregiert.

Beck hatte zuvor erklärt: „Es ist völlig unverständlich, dass sich Grüne und SPD für eine Koalition mit dieser Berliner Linkspartei hergeben.“ Antisemitismus sei dort keine Randerscheinung. Ramelow hält der DIG entgegen, sie greife eine mögliche Regierung in Berlin heftig an, während in Sachsen-Anhalt „fast unbeachtet“ eine laut Verfassungsschutz gesichert rechtsextremistische Partei übernehme.

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