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Portugal: Polizei räumt Wohnungsprotest-Camps in Lissabon und Porto mit Schlagstöcken

In der Nacht zum Sonntag entfernte die Polizei die Zelte der Demonstranten. Die Polizei meldet 31 Festnahmen, das Camp in Porto spricht von 37 Leichtverletzten.

Zelte des Wohnungsprotest-Camps auf dem Rossio-Platz in Lissabon, Oktober 2026

Foto: Agência Lusa / Wikimedia Commons, CC BY 3.0 (zugeschnitten und skaliert)

Die portugiesische Polizei hat in der Nacht zum Sonntag die Protestcamps gegen die Wohnungsnot in Lissabon und Porto geräumt. Der Einsatz begann in beiden Städten gegen 1 Uhr; kurz vor 2 Uhr hatten Beamte den Rossio-Platz in Lissabon mit rund 130 Zelten und die Praça D. João I in Porto abgeriegelt. Die Polizei setzte Schlagstöcke ein. Die Demonstranten bildeten eine Menschenkette. Laut Polizei führte der Einsatz zu „31 Festnahmen wegen Ungehorsams“ und sollte die „illegalen Camps“ beenden.

Eine Sprecherin des Camps in Porto sprach gegenüber der Agentur Lusa von 37 Leichtverletzten und zwei Festnahmen. „Es ist die dritte Nacht, in der wir mit einer Methode der totalen Einschüchterung unterdrückt werden“, sagte die Demonstrantin Catarina dos Santos vor Journalisten. Die Demonstranten wichen auf benachbarte Plätze aus und kündigten an zurückzukehren.

Sie fordern die Rücknahme des neuen Mietgesetzes, ein Ende von Zwangsräumungen ohne Ersatzwohnung, Mietobergrenzen und Grenzen für Immobilienkäufe durch Fonds. Am Samstag waren große Menschenmengen friedlich durch die Städte gezogen und hatten der Regierung Versagen in der Wohnungskrise vorgeworfen. Bereits am 20. Oktober hatte die Polizei das Camp auf dem Rossio geräumt.

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