Le Pen startet Wahlkampf in Orléans: „Null Toleranz“ und doppelte Grenze
Die RN-Chefin geht als Favoritin in den Präsidentschaftswahlkampf 2027. Eine Umfrage sieht sie bei 32 bis 33,5 Prozent, Mélenchon folgt mit 17 Prozent.
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Marine Le Pen hat am Sonntag in Orléans offiziell ihren Wahlkampf für die französische Präsidentschaftswahl 2027 eröffnet. Nach Angaben der Organisatoren kamen 8.500 Anhänger. „Wir erleben nicht das Ende der Welt, sondern das Ende einer Welt, ihrer Welt“, sagte sie über ihre Gegner. Sie versprach „null Toleranz“ gegenüber Kriminalität, eine „nationale Priorität“ und eine „doppelte Grenze: französisch und europäisch“.
Laut einer am Sonntag veröffentlichten Umfrage, die Reuters zitiert, liegt Le Pen bei 32 bis 33,5 Prozent, Linksaußen-Politiker Jean-Luc Mélenchon folgt mit 17 Prozent. Einen EU-Austritt forderte sie nicht, sie will aber den Einfluss Brüssels zurückdrängen und keine jungen Franzosen „in leichtsinnige militärische Abenteuer“ schicken. Le Pen ist wegen Veruntreuung von Geldern des Europaparlaments verurteilt und hat dagegen Berufung eingelegt.
Beim Parteitag am Vortag war Jordan Bardella als einziger Kandidat mit 98,98 Prozent als Parteichef bestätigt worden; er soll im Fall eines Wahlsiegs Premierminister werden. Mitglieder der jüdischen Studentenunion UEJF unterbrachen seine Rede kurz wegen Vorwürfen antisemitischer Nachrichten aus seiner Jugend, die er zurückweist. Der Wahlkampf beginnt nach Wochen mit Protesten und Krawallen in Frankreich.
