Eigenes Etikett, kein Rabatt: Victoria's Secret schützt die Laufsteg-Kollektion
Nach der Show besuchten Analysten der Bank of America eine Filiale in Los Angeles. Ihr Befund: Die Runway-Kollektion ist oft ausverkauft – und von Aktionen ausgenommen.

Symbolbild · Foto: WestportWiki / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 (zugeschnitten und skaliert)
Victoria's Secret will seine Fashion Show stärker in den Läden spürbar machen – und verzichtet dabei bei den Laufsteg-Teilen auf Preisnachlässe. Das geht aus einer Analystennotiz der Bank of America vom 20. Oktober hervor, über die das US-Finanzportal TheStreet berichtet. Analystin Mary Sport hatte nach der Show vom 18. Oktober eine Filiale in Los Angeles besucht. Dort trugen die Laufsteg-Artikel eigene Etiketten und hatten eigene Präsentationsflächen; die gekennzeichneten Teile sind von Rabattaktionen ausgenommen.
Laut der Notiz war schon vor der Show mehr Kundschaft in den Läden, Fashion-Show-Ware sei häufig ausverkauft gewesen. Sport wertete das als „ein Beispiel dafür, wie das Unternehmen weiter von Rabattaktionen abrückt“. Konzernchefin Hillary Super hatte schon im September angekündigt, man habe „bewusst entschieden, die Abhängigkeit von Aktionen zu verringern“. Im Laden fielen den Analysten zudem Geschenksets mit Nachtwäsche im Eingangsbereich auf. Bis Ende des Geschäftsjahres 2027 soll die Hälfte des weltweiten Filialnetzes umgebaut sein.
Wachstum kommt laut TheStreet aus mehreren Bereichen: Die Beauty-Sparte wuchs zwölf Quartale in Folge, Nachtwäsche legte im mittleren zweistelligen Prozentbereich zu. Kooperationen mit LoveShackFancy und der K-Pop-Gruppe TWICE sollen jüngere Kundinnen ansprechen. Im zweiten Quartal stieg der Umsatz um zehn Prozent auf 1,611 Milliarden Dollar. Für das dritte Quartal erwartet das Unternehmen 1,57 bis 1,60 Milliarden Dollar Umsatz und einen operativen Gewinn von 10 bis 20 Millionen Dollar.
