Deloitte-Studie: München teuerste Neubau-Stadt Europas, Sofia mit günstigen Mieten
Neubauwohnungen kosten in München laut Deloitte Property Index 2026 im Schnitt 11.200 Euro pro Quadratmeter. Plovdiv, Varna und Sofia haben die niedrigsten Mieten der untersuchten EU-Städte.

Symbolbild · Foto: Stefan Kühn / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 (zugeschnitten und skaliert)
München hat Luxemburg überholt und ist nun die teuerste Stadt Europas für den Kauf einer Neubauwohnung. Laut dem Deloitte Property Index 2026, den Deloitte Deutschland am 21.10.2026 vorstellte, kostet ein Quadratmeter in einer Neubauwohnung in der bayerischen Landeshauptstadt im Schnitt 11.200 Euro, wie t-online am 22.10.2026 berichtete. Dahinter folgen nach Angaben von Deloitte Rumänien vom 12.10.2026 Luxemburg-Stadt mit 10.567 Euro, Amsterdam mit 8650 Euro und Barcelona mit 8037 Euro pro Quadratmeter. Die 15. Ausgabe der Studie umfasst 25 europäische Länder und 71 Städte; die Daten beziehen sich auf 2025 und das erste Halbjahr 2026.
Auf Länderebene ist Neubau in Luxemburg mit durchschnittlich 9160 Euro pro Quadratmeter am teuersten, vor Tschechien mit 5412 Euro und Deutschland mit 5200 Euro. Am günstigsten ist es in der Türkei mit 864 Euro, in Serbien mit 1706 Euro und in Albanien mit 1720 Euro pro Quadratmeter. Bei den Mieten liegt ebenfalls Luxemburg vorn, mit 45,40 Euro pro Quadratmeter im Monat, gefolgt von Paris mit 31,20 Euro und Barcelona mit 30,90 Euro. Am anderen Ende stehen bulgarische Städte: Plovdiv, Varna und Sofia haben mit 6,60 bis 8,70 Euro pro Quadratmeter im Monat die niedrigsten Mieten der untersuchten EU-Städte. Einen landesweiten Durchschnittspreis für Neubau in Bulgarien weist Deloitte nicht aus.
Für die Erschwinglichkeit berechnet Deloitte, wie viele örtliche Jahresgehälter für eine 70-Quadratmeter-Neubauwohnung nötig sind. Am günstigsten ist das Verhältnis in Turin mit 4,7 Gehältern, am ungünstigsten in Vlorë (Albanien) mit 21,3 Gehältern. Entspannung ist nicht in Sicht: Laut Deloitte dürften die Mieten in 19 von 24 Ländern weiter steigen, in 13 Ländern wird bis 2029 eine schlechtere Erschwinglichkeit erwartet. „Deutschland bleibt einer der hochpreisigsten Wohnungsmärkte Europas“, sagte Nina Schrader, Partnerin und Real Estate Leader Germany bei Deloitte.
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