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Orkantief „Manja“: Nach der Nacht folgt am Nachmittag die zweite Sturmwelle

An der Nordsee und in den Bergen drohen am Sonntag Orkanböen bis 120 km/h. Im Schwarzwald droht Dauerregen in Unwetterstärke, in Hamburg kann der Fischmarkt überflutet werden.

Überfluteter Fischmarkt in Hamburg bei Sturm 2020 (Archivbild)

Archivbild · Foto: Alinea / Wikimedia Commons, CC0 (zugeschnitten und skaliert)

Orkantief „Manja“ hat Deutschland in der Nacht zu Sonntag erreicht – ausgerechnet in der Nacht der Zeitumstellung. Am frühen Morgen erreichten die Böen im Binnenland nach Angaben von Meteorologen bis etwa 70 km/h, an der Nordsee und auf den Bergen 75 bis 120 km/h.

Ab dem Mittag dreht der Wind auf Südwest bis West und frischt erneut auf. An der Nordsee und in höheren Lagen erwarten Meteorologen schwere Sturm- bis Orkanböen von 100 bis 120 km/h; auch in Berlin, Hannover und Frankfurt sind vielerorts Böen bis 70, einzeln bis 85 km/h möglich. Graupelgewitter können den Wind kurzzeitig verstärken. Im Schwarzwald sind stellenweise rund 70 Liter pro Quadratmeter binnen 24 Stunden möglich – das entspricht Unwetterniveau.

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie erwartet bis Montag deutlich erhöhte Wasserstände; in Hamburg kann der untere Teil des Fischmarkts überflutet werden. Der Halunder Jet nach Helgoland fährt nicht, die Halligen werden am Sonntag und Montag nicht angelaufen. Erst in der Nacht zu Montag soll der Wind nachlassen, an den Küsten bleibt es aber stürmisch. Der Montag bringt laut Prognose deutliche Besserung.

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