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Tee und Herz: Große China-Studie verknüpft regelmäßigen Tee mit geringerem Risiko

Bei knapp 486.000 Erwachsenen hatten regelmäßige Teetrinker ein um 11 Prozent geringeres relatives Risiko für Gefäßerkrankungen. Sehr heißer Tee ging mit höherem Risiko einher, ein Beweis für Ursache ist das nicht.

Symbolbild: Eine Tasse Schwarztee

Symbolbild · Foto: Sm faysal / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Wer regelmäßig Tee trinkt, erkrankt seltener an Herz- und Gefäßleiden. Das zeigt eine große Beobachtungsstudie aus China, die im Fachjournal Journal of Internal Medicine erschienen ist, wie CNN am 21.10.2026 und der neuseeländische öffentlich-rechtliche Sender 1News am 23.10.2026 berichteten. Forschende der Chinese Academy of Medical Sciences und des Peking Union Medical College werteten Daten der China Kadoorie Biobank aus und begleiteten 485.934 Menschen im Alter von 30 bis 79 Jahren im Mittel 9,05 Jahre lang. In diesem Zeitraum wurden 14.863 Fälle von Gefäßerkrankungen erfasst: Herz- und Hirngefäßkrankheiten, pulmonale Herzerkrankungen und periphere arterielle Verschlusskrankheit.

Nach Angaben der Autoren hatten Menschen, die an mindestens drei Tagen pro Woche Tee tranken, ein um rund 11 Prozent geringeres relatives Risiko als Menschen ohne regelmäßigen Teekonsum. Laut dem Wissenschaftsportal scinexx ist das eine relative Verringerung und keine Senkung um 11 Prozentpunkte. Bei schwarzem Tee war der Zusammenhang deutlicher als bei grünem, am niedrigsten lag das Risiko bei mittelstarkem Tee. Wurde der Tee dagegen „brennend heiß“ getrunken, war das relative Risiko laut CNN um 16 Prozent höher als bei Menschen ohne regelmäßigen Teekonsum. Den rechnerisch niedrigsten Wert ermittelten die Forschenden bei sechs bis acht Tassen täglich unter wöchentlichen Teetrinkern, sie warnen aber ausdrücklich davor, dies als empfohlene Menge zu verstehen. Am geringsten war das Risiko bei Menschen, die Tee tranken, nicht rauchten und körperlich aktiv waren.

Unabhängige Fachleute mahnen zur Vorsicht. Die Studie ist eine Beobachtungsstudie und zeigt einen Zusammenhang, keinen Ursache-Wirkungs-Beweis. Teekonsum und Trinktemperatur wurden einmalig von den Teilnehmenden selbst angegeben, die Tassengröße war nicht einheitlich, und die Daten stammen nur aus China. „Es war eine Beobachtungsstudie, und andere Unterschiede in Ernährung und Lebensstil der Menschen könnten die Ergebnisse erklären“, sagte Dell Stanford, leitende Ernährungsberaterin der British Heart Foundation, laut 1News. Die Studie beweise nicht, dass die tägliche Tasse Tee das Herz schütze.

Dieser Beitrag dient der Information und ist keine Rechts-, Steuer-, Finanz- oder medizinische Beratung. Angaben mit dem genannten Datenstand.

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