Sitze in Sonnenuntergangsfarben: AD erkundet das Dodger Stadium in Los Angeles
In der Reihe „Inside History“ erklärt Planerin Janet Marie Smith, wie der 1962 in die Chavez Ravine gebaute Baseballpark zur Ikone der Moderne wurde.
Foto: Frederick Dennstedt from los angeles, usa / Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0 (zugeschnitten und skaliert)
Video: YouTube · Architectural Digest · youtube.com
Architectural Digest widmet eine neue Folge seiner Videoreihe „Inside History“ dem Dodger Stadium in Los Angeles. Laut Videobeschreibung führt die Architektin und Stadtplanerin Janet Marie Smith, bei den LA Dodgers Executive Vice President für Planung und Entwicklung, durch den Baseballpark von 1962, der in die Chavez Ravine gebaut wurde. Es geht um die Architektur der Jahrhundertmitte und darum, wie sich die Skyline von Downtown im Blickfeld des Stadions entwickelte.
Das Stadion mit 56.000 Plätzen ist laut AD das drittälteste der Major League Baseball nach Fenway Park und Wrigley Field. Architekt Emil Praeger ordnete die Sitze in einem Farbverlauf von Gelb über Orange und Türkis bis Himmelblau an – sie sollen laut Smith „den Sonnenuntergang nachahmen“. Die sechseckigen Werbetafeln am Spielfeld gehen auf Skizzen von 1959 zurück, einige wurden erst 2013 umgesetzt. Vor den Toren stehen mehr als 100 Pflanzkübel in Form von Martinigläsern; die Dodgers beschäftigen sogar einen eigenen Botaniker.
Den Ort wählte Teampräsident Walter O'Malley wegen der Autobahnanbindung, nachdem die Dodgers Brooklyn verlassen hatten. Laut PBS SoCal begannen die Bauarbeiten am 19. September 1959; 19 Erdbewegungsmaschinen versetzten rund acht Millionen Kubikyard Erde und Gestein. Zur Eröffnung am 10. April 1962 kamen 52.564 Zuschauer. Die Vorgeschichte ist umstritten: Ein nie gebautes Sozialwohnungsprojekt hatte zuvor eine mexikanisch-amerikanische Gemeinde aus der Schlucht verdrängt.
