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Missbrauch in der Kirche: Erzdiözese New York zahlt 800 Millionen Dollar an Betroffene

Alle rund 1300 Betroffenen haben zugestimmt: Die Erzdiözese New York will 800 Millionen Dollar zahlen. Es ist der zweitgrößte Vergleich dieser Art in den USA. Unterschrieben werden soll in der Woche des 6. November.

St. Patrick's Cathedral in New York (Archivbild)

Archivbild · Foto: Sebring12Hrs / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Die katholische Erzdiözese New York hat sich mit rund 1300 Menschen geeinigt, die nach eigenen Angaben von Geistlichen sexuell missbraucht wurden. Sie soll 800 Millionen Dollar zahlen. Das berichtet die Nachrichtenagentur AP. Erzbischof Ronald Hicks teilte das am Samstag in einer E-Mail an seine Priester mit. Der Vergleich gilt erst nach der Unterschrift. Die ist nach seinen Angaben für die Woche des 6. November geplant. Ziel sei, allen Betroffenen ein Stück Heilung und Versöhnung zu ermöglichen, schrieb Hicks.

Einen Rahmen hatten beide Seiten schon im Mai vereinbart. Er galt aber nur, wenn jeder einzelne Kläger zustimmt. Der Opferanwalt Jeff Anderson spricht nun von einer einstimmigen Zustimmung. Der Vergleich sei „ein kraftvoller Moment im Streben nach Gerechtigkeit“. Laut Bloomberg Law können die Betroffenen eine schnelle Pauschale von 250.000 Dollar wählen oder ihren Fall einzeln prüfen lassen. Außerdem können sie Versicherer wie Chubb auf weiteres Geld verklagen. Die Erzdiözese muss zudem Unterlagen über Missbrauchsvorwürfe herausgeben.

Mit der Einigung vermeidet die Erzdiözese eine Insolvenz. Laut AP endet damit ein mehr als sieben Jahre langer Rechtsstreit. Mehr hat in den USA nur die Erzdiözese Los Angeles gezahlt: 2024 waren es 880 Millionen Dollar an rund 1000 Betroffene. San Francisco hatte sich im Juni auf 395 Millionen Dollar geeinigt.

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