Pax Silica gegen WAICO: Viele Staaten stehen zwischen den KI-Blöcken der USA und Chinas
Die USA werben mit ihrer KI-Allianz Pax Silica, China mit der Weltorganisation für KI-Zusammenarbeit. Länder wie Kasachstan und Indonesien wollen sich laut einem AP-Bericht nicht festlegen.

Symbolbild · Foto: Rassim / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 (zugeschnitten und skaliert)
Im Wettlauf um künstliche Intelligenz formieren sich zwei Lager: die von den USA geführte Gruppe Pax Silica, die sich auf KI-Lieferketten konzentriert, und die von China angeführte World AI Cooperation Organization (WAICO). Wie die Nachrichtenagentur AP berichtet, geraten viele Staaten dazwischen unter Druck. Das US-Außenministerium erklärte, Länder könnten keine vertrauenswürdigen Partner in Pax Silica sein, wenn sie sich substanziell an Initiativen beteiligten, die eine konkurrierende Vision für Superintelligenz voranbringen.
Beispiel Kasachstan: KI-Minister Schaslan Madijew reiste im Juni nach Washington, um Pax Silica beizutreten, und unterzeichnete rund drei Wochen später in Shanghai als eines von 29 Gründungsländern der WAICO, zu denen auch Pakistan und Russland gehören. Nach AP-Angaben gibt es einen Investitionsdeal unter Beteiligung von Nvidia über bis zu zehn Milliarden Dollar für ein „Rechenzentrums-Tal“, zugleich erreichten chinesische Direktinvestitionen 2025 laut örtlichen Behörden ein Rekordniveau von 2,8 Milliarden Dollar. „Alle sichern sich ab“, sagte die frühere kasachische Diplomatin Dana Masalimova.
Auch Indonesien ist der WAICO beigetreten, Singapur erwägt einen Beitritt. „Wir sollten Teil von beiden sein können“, sagte Mari Pangestu vom indonesischen Nationalen Wirtschaftsrat. Nach Daten von AidData hat China in mindestens 77 Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen KI-bezogene Projekte mit staatlichen Zuschüssen oder Krediten unterstützt. Chinas Botschaft in Washington erklärte, KI sollte „nicht im Besitz großer Länder“ sein.
