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Serbien: Vučić räumt Niederlage ein – Studentenliste holt die Mehrheit

Nach 14 Jahren an der Macht gesteht Aleksandar Vučić die Wahlniederlage ein. Die Studentenliste kommt nach seinen Angaben auf 135 bis 140 der 250 Sitze, seine SNS auf rund 105.

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Foto: Emilija Knezevic / Wikimedia Commons, CC BY 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

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Politisches Erdbeben in Serbien: Aleksandar Vučić hat bei der vorgezogenen Parlamentswahl am Sonntag seine Niederlage eingeräumt. „Es ist klar, dass wir diese Wahl verloren haben“, sagte er etwa anderthalb Stunden nach Schließung der Wahllokale unter Berufung auf eine Stichprobe. Demnach kommt die Studentenliste auf 135 bis 140 der 250 Sitze, seine Serbische Fortschrittspartei (SNS) auf rund 105. Für eine Mehrheit sind 126 Mandate nötig. Ein amtliches Endergebnis steht noch aus.

Die Beteiligung war so hoch wie nie seit dem Zerfall Jugoslawiens 1992: Bis 18 Uhr lag sie nach Angaben der Wahlkommission bei 64,9 Prozent. In Belgrad feierten Tausende. „Diese Nacht soll der Beginn eines neuen Kapitels sein“, sagte ein Kandidat der Studentenliste. Eine repräsentative Stichprobe der Wahlforscher von CeSID sieht die Liste bei 138 und die SNS bei 104 Sitzen. Die Beobachtergruppe CRTA meldete allerdings Druck auf Wähler in fast einem Drittel der von ihr beobachteten Wahllokale.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erklärte, die EU stehe bereit, Reformen für Rechtsstaat, Medienfreiheit und Korruptionsbekämpfung zu unterstützen. Die Protestbewegung war nach dem Einsturz eines Bahnhofsvordachs in Novi Sad im November 2024 entstanden, bei dem 16 Menschen starben. Am Montag wollen die OSZE-Wahlbeobachter ihre ersten Schlussfolgerungen vorstellen.

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