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Zwei Drinks am Tag: Studie beziffert Risiko eines alkoholbedingten Todes auf 1 zu 25

Forschende werteten mehr als 7200 Publikationen sowie Gesundheitsdaten aus den USA und Kanada aus. Einen insgesamt schützenden Effekt von Alkohol fanden sie bei keiner Trinkmenge.

Symbolbild: Schild eines Alkoholgeschäfts in Irland

Symbolbild · Foto: Mucklagh / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Wer über das Leben hinweg rund zwei alkoholische Getränke am Tag trinkt, hat laut einer neuen Analyse ein Risiko von etwa 1 zu 25, an den Folgen des Alkohols zu sterben. Die „Alcohol Intake and Health Study“ ist im Journal of Studies on Alcohol and Drugs erschienen, wie ScienceDaily am 25.10.2026 berichtete. Erstautorin ist Sinead George, Letztautor Kevin Shield von der University of Toronto, der ein Kooperationszentrum der Weltgesundheitsorganisation und der Panamerikanischen Gesundheitsorganisation für Sucht und psychische Gesundheit leitet. In Auftrag gegeben hatte die Untersuchung ursprünglich die US-Regierung als Grundlage für die nationalen Ernährungsrichtlinien.

Das Team wertete mehr als 7200 Publikationen zu alkoholbedingten Krankheiten und Verletzungen aus und verknüpfte die Risikoschätzungen mit großen Gesundheitsdatensätzen aus den USA und Kanada. Betrachtet wurden unter anderem vorzeitiger Tod, Krebs der Speiseröhre, der Mundhöhle und der Brust, Herz-Kreislauf- und Lebererkrankungen sowie Verletzungen. Etwa 14 Getränke pro Woche gingen mit dem Lebenszeitrisiko von 1 zu 25 einher, bis zu 7 Getränke pro Woche bei den meisten Erkrankungen nur mit kleinen Risikoanstiegen. Oberhalb von einem Getränk pro Tag stieg das Risiko bei Männern wie Frauen deutlicher. „Wir haben bei keiner Konsummenge einen signifikanten Schutzeffekt von Alkohol auf die Gesundheit beobachtet“, sagte Shield.

Mögliche Vorteile kleiner Mengen bei ischämischer Herzkrankheit und Schlaganfall werden laut den Autoren schon bei 7 Getränken pro Woche durch das Risiko für Krebs und andere chronische Krankheiten aufgewogen. Frühere US-Empfehlungen nannten für Männer höchstens zwei und für Frauen höchstens ein Getränk am Tag; die aktuellen Richtlinien raten nur, Alkohol zu begrenzen, ohne Grenzwert. Mitautor Timothy Naimi von der University of Victoria kritisierte, sie böten keinen quantitativen Rahmen. Einschränkungen: Die Werte beschreiben Risiken auf Bevölkerungsebene und gelten nicht eins zu eins für einzelne Menschen, bei denen Lebensstil, Gene und Trinkmuster mitspielen. Ein möglicher Zusammenhang mit Bauchspeicheldrüsenkrebs wird laut Bericht noch untersucht.

Dieser Beitrag dient der Information und ist keine Rechts-, Steuer-, Finanz- oder medizinische Beratung. Angaben mit dem genannten Datenstand.

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