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Rente nach 45 Jahren: Verdi verlangt Gesetzentwurf – Linke legt Frauen-Zahlen vor

Verdi-Chef Werneke fordert von Arbeitsminister Schweitzer, die abschlagsfreie Rente zu sichern. Regierungszahlen zeigen: Jede vierte Frau mit dieser Rente erhält weniger als 1.200 Euro.

Symbolbild: Gebäude der Deutschen Rentenversicherung Bayern Süd in München

Symbolbild · Foto: Rufus46 / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Im Koalitionsstreit um die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren erhöht Verdi den Druck auf die SPD. Gewerkschaftschef Frank Werneke sagte den Funke-Zeitungen, Arbeitsminister Alexander Schweitzer (SPD) „sollte einen Gesetzentwurf vorlegen“, der auf eine Anhebung des Rentenalters verzichtet, die sogenannte Rente mit 63 erhält und das Rentenniveau von 48 Prozent über 2031 hinaus sichert. Betroffen seien „über 250.000 Menschen pro Jahrgang“.

Die mögliche Ersparnis von rund zehn Milliarden Euro entspreche nur „ungefähr 0,1 bis 0,2 Prozentpunkte beim Rentenversicherungsbeitrag“, argumentierte Werneke. Dass vor allem gut verdienende Büroangestellte profitierten, „stimmt nicht“. Nach Regierungsangaben auf eine Anfrage der Linken, über die das RND berichtet, erhält jede vierte Frau mit dieser Rente weniger als 1.200 Euro gesetzliche Rente, bei Männern sind es rund fünf Prozent; beim Zugang 2025 lagen die Werte bei 28,2 und 6,9 Prozent.

Die Linken-Rentenpolitikerin Sarah Vollath warnte im RND, Frauen und Beschäftigte im Osten würden am stärksten getroffen. Die Rentenkommission der Regierung empfiehlt, die Regelung abzuschaffen, Kanzler Friedrich Merz unterstützt diesen Kurs. In der SPD wächst der Widerstand; Schweitzer setzt auf einen Kompromiss. Im Koalitionsvertrag haben sich Union und SPD grundsätzlich auf den Erhalt verständigt.

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