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Aigner als Staatsoberhaupt? Kretschmer und Bovenschulte zeigen Sympathie

Sachsens CDU-Regierungschef und Bremens SPD-Bürgermeister stärken Söders Favoritin Ilse Aigner. Grüne und SPD-Frauen verlangen eine Frau an der Staatsspitze, die CDU berät am 9. November.

Archivbild: Ilse Aigner (CSU), 2017

Archivbild · Foto: Michael Lucan / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 de (zugeschnitten und skaliert)

In der Debatte um die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erhält die CSU-Politikerin Ilse Aigner Zuspruch über Parteigrenzen hinweg. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) nannte sie im ARD-„Bericht aus Berlin“ „eine ganz herausragende Persönlichkeit“ und sprach sich für eine Frau als nächstes Staatsoberhaupt aus. Es müsse „die beste Persönlichkeit für dieses Land“ sein, nicht zwingend aus der CDU.

Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) sagte, Aigner „bringt die notwendigen Voraussetzungen mit“; die Entscheidung liege aber nicht bei der SPD: „Da ist jetzt auch die CDU am Zug.“ Grünen-Chefin Franziska Brantner und die SPD-Frauenpolitikerin Jasmina Hostert forderten in der „Süddeutschen Zeitung“, dass eine Frau das höchste Staatsamt übernimmt.

CSU-Chef Markus Söder argumentiert, die CSU habe in 75 Jahren weder Kanzler noch Bundespräsident gestellt: „Andere Namen habe ich noch nicht gehört.“ Unionsfraktionsvize Mathias Middelberg (CDU) sagte dagegen: „Ich halte nichts von der Diskussion über das Geschlecht des Kandidaten oder der Kandidatin.“ Das CDU-Präsidium will am 9. November beraten, die Bundesversammlung tritt Ende Januar zusammen.

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