Starshield läuft wieder normal – Kiew wartet aber weiter auf Abwehrraketen
Nach rund zehn Tagen Drosselung funktioniert das militärische Satellitennetz Starshield in der Ukraine laut Verteidigungsministerium wieder. Wer die Beschränkung anordnete, ist weiter offen.

Symbolbild · Foto: Support Forces of Ukraine Command / Wikimedia Commons, CC BY 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Die Ukraine kann das militärische Satellitennetz Starshield von SpaceX wieder in vollem Umfang nutzen. Verteidigungsminister Jewhen Chmara sagte Radio Free Europe, die Verbindung sei stabil; das Ministerium habe auch bei Geräten mit mehr als 400 Kilometern pro Stunde eine funktionierende Verbindung gemessen. Seit etwa dem 13. oder 14. Oktober war die Verbindung bei rund 161 km/h abgebrochen – ein Problem etwa für Drohnen. Chmara führte die Lösung auf „direkten Dialog“ und die Beharrlichkeit des Präsidenten zurück.
Wer die Drosselung veranlasst hatte, ist ungeklärt. Die US-Regierung bestreitet, sie angeordnet zu haben; laut „Wall Street Journal“ hatte Präsident Donald Trump Elon Musk aufgefordert, die Beschränkungen aufzuheben. Musk erklärte nach Angaben von RFE/RL, Starshield werde von der US-Regierung kontrolliert. US-Senator Richard Blumenthal hatte eine Untersuchung angekündigt.
Präsident Wolodymyr Selenskyj nannte das Vorgehen der US-Regierung im Sender ABC „nicht unterstützend“. Die Ukraine habe in 90 Tagen nur 24 Flugabwehrraketen von ihren Partnern erhalten. Auf das Lob des US-Gesandten Steve Witkoff, Putin sei ein „Menschenfreund“, reagierte er spöttisch: Er sei vielleicht „kein so großer Menschenfreund wie Putin“. Dreiergespräche mit Russland und den USA sollen im November auf technischer Ebene in Abu Dhabi beginnen.
