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Krim nach Angriff auf Umspannwerk weitgehend ohne Strom – auch Wasser rationiert

Nach einem Angriff auf das Umspannwerk Taman in Südrussland ist auf der besetzten Krim großflächig der Strom ausgefallen. Die Besatzungsbehörden schränken Strom und Wasser ein.

Symbolbild: Satellitenbild der Straße von Kertsch zwischen der Krim und der Halbinsel Taman, 2011

Symbolbild · Foto: NASA / Wikimedia Commons, Public domain (zugeschnitten und skaliert)

Auf der von Russland besetzten Halbinsel Krim ist es in der Nacht zu Samstag zu weitreichenden Stromausfällen gekommen. Vorausgegangen war ein Angriff auf das Umspannwerk Taman in der russischen Region Krasnodar, das als wichtige Verbindung Strom aus dem russischen Netz über die Straße von Kertsch auf die Krim leitet. Satellitendaten des NASA-Systems FIRMS zeigen Schäden an der Anlage. Wer angriff, ist offiziell nicht bestätigt.

Der ukrainische Monitoring-Kanal Exilenova+ meldete, die gesamte Halbinsel sei ohne Strom; die Organisation NetBlocks registrierte breite Internetausfälle. Der von Moskau eingesetzte Gouverneur von Sewastopol, Michail Raswoschajew, bestätigte einen vorübergehenden Stromausfall in der Stadt nach einem Angriff auf Energieanlagen. Später hieß es, in mehreren Städten sei die Versorgung wiederhergestellt, ein Telegram-Kanal berichtete jedoch von neuen Ausfällen in Simferopol, Jalta und Aluschta.

Der russische Besatzungschef Sergej Aksjonow erklärte laut „Guardian“, Drohnen hätten örtliche Stromnetze angegriffen, und ordnete Einschränkungen bei Strom und Wasser an. Wie viele Haushalte betroffen sind, sagte er nicht. Die Krim ist seit 2014 von Russland besetzt; im Sommer sollen ukrainische Kräfte binnen 48 Stunden 16 Kraftwerke auf der Halbinsel angegriffen haben.

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