Ölpest vor den Emiraten: Strände in Umm al-Kaiwain und Ras al-Chaima gesperrt
Ein Tanker verliert vor der Küste der Emirate Öl, mehrere Emirate haben Strände gesperrt. Ein Analyst sieht die Quelle in einem Schiff, das Anfang Oktober von einem Geschoss getroffen wurde.

Symbolbild · Foto: Mtabuco / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate tritt Öl aus einem Tanker aus. Das Umweltministerium bestätigte am Freitag, der Ölteppich erreiche die Strände von Umm al-Kaiwain. Das Emirat sperrte alle Strände und Küstenabschnitte, bis technische Prüfungen abgeschlossen sind; Schardscha schloss vorsorglich den Strand von Al-Hamrija. Am Samstag sperrte auch Ras al-Chaima alle Strände bis auf Weiteres. Fischer wurden aufgefordert, betroffene Gebiete zu meiden.
Bewohner von Schardscha, Adschman und Umm al-Kaiwain klagten über starken Treibstoffgeruch; laut Ministerium besteht keine Gesundheitsgefahr. Ein Radarbild der Europäischen Weltraumorganisation ESA vom 21. Oktober zeigt nach Angaben der Zeitung „The National“ Öl, das rund 25 Kilometer vor der Küste aus einem Tanker austritt. Die Behörden nannten weder das Schiff noch die Ursache. Martin Kelly vom Analysehaus Orbital Risk Intelligence sagte Reuters, das Öl stamme vom Tanker Gem No.2. Dieser war nach Angaben aus Schifffahrtskreisen am 9. Oktober rund 13 Seemeilen westlich von Al Dschasira von einem unbekannten Geschoss getroffen worden.
Der Meeresforscher John Burt von der NYU Abu Dhabi warnte, die Sanierung sei teuer; erreiche Öl die Küste, könne die vollständige Erholung Jahre dauern. Seit Beginn des Kriegs der USA und Israels gegen Iran haben Angriffe auf Handelsschiffe im Golf die Sorge um die Sicherheit der Seewege erhöht.
