Wahl im Ausland: Dreimal mehr Wahllokale in der Türkei – aber weniger Anträge
Für Auslandsbulgaren gibt es deutlich mehr Wahllokale als im April – in der Türkei 78, in Großbritannien 82. Sorge bereitet die neue Pflicht, Erklärungen direkt im Wahllokal auszufüllen.

Archivbild · Foto: Sdrawkcab / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 (zugeschnitten und skaliert)
Bei der Präsidentenwahl haben Bulgaren im Ausland deutlich mehr Wahllokale zur Verfügung als bei der Parlamentswahl im April. In der Türkei sind es 78 – dreimal so viele wie damals, berichtete BNT. Die Zahl der Anträge sank allerdings um rund 15 Prozent: von über 15.000 im April auf knapp 13.200. In Istanbul wurden 22 Wahllokale vorbereitet und versiegelt, nur fünf davon mit Wahlmaschinen. Generalkonsul Wasil Waltschew begrüßte den Wegfall der Obergrenze für Wahllokale.
In Großbritannien stieg die Zahl der Wahllokale nach BNT-Angaben von 28 im April auf 82, davon 24 in London; in 27 wird per Maschine gewählt. Insgesamt gibt es laut Außenministerium 613 Wahllokale in 60 Ländern, in 242 davon wird maschinell abgestimmt – erstmals auch in Warschau, Bukarest, Bratislava, Budapest und Helsinki.
Als größte Hürde gilt eine Änderung des Wahlrechts: Wähler müssen ihre Erklärung nun vor der Kommission im Wahllokal ausfüllen. Eine Kommissionsvorsitzende in Istanbul rechnet deshalb mit Problemen und Warteschlangen. Präsidentenwahlen ziehen im Ausland traditionell weniger Wähler an als Parlamentswahlen; 2021 stimmten in der Türkei im ersten Wahlgang rund 90.000 Menschen ab.
