Sofia: Lokführer stirbt durch Stromschlag – Hauptbahnhof stundenlang lahmgelegt
Am Hauptbahnhof Sofia ist ein 53-jähriger Lokführer der Staatsbahn BDZ an einem Stromschlag gestorben. Der Zugverkehr ruhte stundenlang, mehrere Vorortzüge fielen aus.

Archivbild · Foto: Bin im Garten / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 (zugeschnitten und skaliert)
Bei einem Unfall am Hauptbahnhof von Sofia ist am Samstag ein Lokführer ums Leben gekommen. Nach ersten Informationen, die Mitarbeiter der BDZ – Personenverkehr gegenüber dem Sender bTV nannten, war an der Lok des Zuges Nr. 1620 aus dem Depot Plowdiw der Stromabnehmer gebrochen, nachdem die Maschine überhitzt war. Der 53-Jährige sei auf das Dach der Lok gestiegen, bevor die Oberleitung abgeschaltet war, und habe einen tödlichen Stromschlag erlitten.
Der Unfall ereignete sich gegen Mittag im westlichen Bahnhofsvorfeld. Der Zugverkehr durch den Hauptbahnhof wurde nach Medienberichten um 11.55 Uhr eingestellt, nachdem die Oberleitung abgeschaltet worden war. Um 17.35 Uhr war er nach Angaben der staatlichen Eisenbahninfrastrukturgesellschaft NKSchI wieder freigegeben. Wegen des Ausfalls der Oberleitung wurden unter anderem Vorortzüge auf den Strecken Sofia–Pernik und Sofia–Kostenez gestrichen.
Die genauen Umstände und der Ablauf vor dem Unglück müssen noch untersucht werden; die bisherigen Angaben gelten als vorläufig.
