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Justizrat: Staatsanwälte müssen heute erneut abstimmen – kein Kandidat mit Mehrheit

Trotz einer Beteiligung von fast 87 Prozent haben Bulgariens Staatsanwälte im ersten Anlauf keines ihrer vier Mitglieder für den neuen Obersten Justizrat gewählt. Am Sonntag folgt ein zweiter Wahlgang.

Grafik: Justizrat: Staatsanwälte müssen heute erneut abstimmen – kein Kandidat mit Mehrheit

Grafik: TERRA WORLD NEWS (eigene Darstellung nach den genannten Quellen)

Die Wahl der Staatsanwälte für den neuen Obersten Justizrat (WSS) geht in die Verlängerung. Wie die Wahlkommission in der Nacht zum Sonntag mitteilte, erhielt keiner der Kandidaten mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen. Die Abstimmung wird deshalb am 25. Oktober – am Tag der Präsidentenwahl – mit einem neuen Wahlgang fortgesetzt, berichtete BNT.

Am Samstag hatten nach BNT-Angaben 1.363 von 1.568 Stimmberechtigten ihre Stimme abgegeben, rund 86,9 Prozent; 18 Stimmzettel waren ungültig. Bis 13 Uhr hatte die Beteiligung laut BTA bei 61,77 Prozent gelegen. Zu besetzen sind vier Sitze, laut BTA bewarben sich 25 Kandidaten (BNT nannte 24).

Gewählt wurde mit Papierstimmzetteln in 29 Wahllokalen im ganzen Land – entsprechend den Standorten der Bezirksgerichte. Das Öffnen der Urnen und die Auszählung wurden auf Video aufgezeichnet und auf der Website des Justizrats live übertragen. Die Neubesetzung des Gremiums läuft über mehrere Quoten: Neben den Staatsanwälten wählen auch Richter und Ermittler sowie das Parlament ihre Vertreter.

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