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Frasers übernimmt die Mehrheit: Hugo Boss wird Tochter von Mike Ashleys Konzern

Mit 50,08 Prozent der Anteile überschreitet die britische Frasers Group die Schwelle. Hugo Boss erwartet nach eigenen Angaben wenig Veränderung.

Firmenzentrale von Hugo Boss in Metzingen (Archivbild)

Archivbild · Foto: Giftzwerg 88 / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 (zugeschnitten und skaliert)

Die britische Frasers Group hält nun 50,08 Prozent am Metzinger Modekonzern Hugo Boss. Am Freitag kaufte sie 198.666 weitere Aktien für rund 7,6 Millionen Euro zu je 38,41 Euro, wie sie am Abend mitteilte. Damit wird Hugo Boss zur Tochtergesellschaft und soll in den Konzernabschluss von Frasers einbezogen werden. Über verkaufte Put-Optionen könnte Frasers weitere bis zu 21,87 Prozent erhalten.

Frasers ist mehrheitlich im Besitz des Milliardärs Mike Ashley und seit 2020 an Hugo Boss beteiligt. Im Juni hatte die Gruppe 38 Euro je Aktie geboten, Vorstand und Aufsichtsrat rieten ab, danach hielt Frasers 47,89 Prozent. Anfang September kündigte Frasers an, die Mehrheit über Zukäufe erreichen zu wollen. Mitte September trat Aufsichtsratschef Stephan Sturm zurück, den Vorsitz übernahm Frasers-Chef Michael Murray.

Frasers erklärte, der Schritt liege im besten Interesse der eigenen Aktionäre. Ein Sprecher von Hugo Boss sagte, man habe die Aufstockung zur Kenntnis genommen, für das Unternehmen ändere sich dadurch aber wenig. Zu Frasers gehören unter anderem Sports Direct, House of Fraser und Flannels sowie eine Beteiligung an Asos.

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