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Minister Schischkow: „Code Rot“ für die Straßen in ganz Nordbulgarien

Regionalminister Schischkow wirft früheren Regierungen vor, Straßenaufträge ohne gesicherte Finanzierung vergeben zu haben. Bei der Straßenagentur API fordert er Ermittlungen.

Symbolbild: Viadukt der Autobahn Hemus bei Stolnik und Eleschniza

Symbolbild · Foto: Vassia Atanassova - Spiritia / Wikimedia Commons, Public domain (zugeschnitten und skaliert)

Regionalminister Iwan Schischkow hat für die Infrastruktur in ganz Nordbulgarien „Code Rot“ ausgerufen. Im Morgenprogramm des BNT sagte er, ein großer Teil der Straßenaufträge im Land sei ohne gesicherte Finanzierung vergeben worden: „Das ist die ganze Wahrheit.“ Als Beispiel nannte er die Straße Chrabrowo–Prowadija, gegen deren Zustand Anwohner protestiert hatten. Das Geld dafür sei nur teilweise gesichert; der Auftragnehmer habe sich verpflichtet, fertig zu bauen, der Staat zahle, sobald Mittel vorhanden seien. Fertig werden soll die Strecke Ende 2026 oder Anfang 2027.

Zur Straßenagentur API sagte Schischkow: „Derzeit ist die API keine schwarze Kasse, aber wir alle haben Zweifel, ob sie eine gewesen ist.“ Er verwies auf die Autobahn Hemus und auf geleistete Vorauszahlungen und forderte eine echte Untersuchung. Zugleich stellte er klar, der Staat werde keine illegalen Bauten legalisieren, sondern nur öffentliche Infrastruktur. Beim Tunnel Topli Dol, dessen Ausweichstrecke seit rund einem Jahr wegen einer einsturzgefährdeten Stützmauer gesperrt ist, verteidigte der Minister die Sperrung: Hätte man ein Jahr gewartet, „hätten wir statt Staus Krankenwagen im Tunnel“.

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