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Erste Frau an der UN-Spitze? Emirate schicken Lana Nusseibeh ins Rennen

Die frühere UN-Botschafterin der VAE soll António Guterres beerben. Sechs Probeabstimmungen im Sicherheitsrat brachten bisher keine Einigung.

Archivbild: Lana Nusseibeh bei einem Besuch der EU-Kommission, 2024

Archivbild · Foto: Jennifer Jacquemart / European Union / Wikimedia Commons, CC BY 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Die Vereinigten Arabischen Emirate haben ihre Staatsministerin Lana Nusseibeh als Kandidatin für das Amt der UN-Generalsekretärin nominiert. Präsident Scheich Mohammed bin Zayed Al Nahyan reichte die Kandidatur am Mittwoch bei den Präsidenten der Generalversammlung und des Sicherheitsrats ein, wie die Staatsagentur WAM meldete. Nusseibeh war von 2013 bis 2024 UN-Botschafterin ihres Landes und vertrat es 2022/23 im Sicherheitsrat.

Sollte sie gewählt werden, wäre sie die erste Frau an der Spitze der Vereinten Nationen und nach dem Ägypter Boutros Boutros-Ghali erst die zweite Person aus der arabischen Welt. Sie wolle das Amt ausüben, indem sie „offen mit jeder Regierung spricht und keiner Rechenschaft schuldet“, erklärte Nusseibeh. Als Schwerpunkte nennt sie frühzeitige Diplomatie zur Vorbeugung von Krisen und schlankere UN-Strukturen.

Die Nominierung fällt in ein festgefahrenes Rennen: Sechs informelle Probeabstimmungen im Sicherheitsrat, zuletzt am 16. Oktober, brachten keine Einigung. Als Favoritin gilt laut „The National“ die Costa-Ricanerin Rebeca Grynspan. Die Amtszeit von António Guterres endet am 31. Dezember. Laut The Media Line dürfte die Kandidatur Vorwürfe in den Blick rücken, die Emirate hätten im Sudan-Krieg die RSF-Miliz unterstützt; Abu Dhabi bestreitet, einer Seite militärisch zu helfen.

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