Israel vor der Wahl: Katz gibt Opposition vorab Schuld an möglichen Angriffen
Verteidigungsminister Katz nennt Lapid, Bennett und Golan. Eisenkot spricht von einem „beispiellosen Tiefpunkt“. Der Schin Bet stoppte eine ausländische Einflusskampagne.

Archivbild · Foto: Itzhak Harari / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Wenige Tage vor der Parlamentswahl in Israel hat Verteidigungsminister Israel Katz die Opposition für mögliche künftige Angriffe auf das Land verantwortlich gemacht. Solche Angriffe wären die Schuld von „Jair Lapid, Naftali Bennett, Jair Golan und ihren Freunden in der Opposition“, die „nicht aufhören, den Ministerpräsidenten und mich anzugreifen“, sagte Katz nach Angaben der „Times of Israel“. Die Armee sei „auf jedes Szenario vorbereitet“. Hintergrund ist Kritik der Opposition an Warnungen von Regierungschef Benjamin Netanjahu, Feinde könnten vor der Wahl einen Angriff versuchen.
Oppositionsführer Lapid nannte die Äußerung auf X ein „Geschenk an Israels Feinde“ und warf der Regierung vor, die Sicherheit des Landes in einen „Zirkus“ zu verwandeln. Gadi Eisenkot, Chef der Partei Jaschar und laut der Zeitung Favorit der Wahl, sprach von einem „beispiellosen Tiefpunkt“: „Unsere Armee ist stark, aber unsere Führung ist verrottet und gefährlich.“ Sicherheitskreise sagten mehreren Medien, die Armee habe keine konkrete Bedrohung festgestellt.
Der Inlandsgeheimdienst Schin Bet teilte mit, zahlreiche Social-Media-Profile einer „ausländischen Einflusskampagne“ seien vor der Wahl aus dem Netz entfernt worden. Beteiligt waren die Cyberabteilung der Staatsanwaltschaft und der Zentrale Wahlausschuss. Welches Land hinter der Kampagne stehen soll, wurde nicht mitgeteilt. Gewählt wird am Dienstag.
