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Nordkorea will Propaganda-Lautsprecher wieder anschalten – Kim Yo Jong droht Seoul

Noch im Oktober sollen entlang der gesamten Grenze Lautsprecher laufen. Südkorea ruft zum Dialog auf und kündigt „verhältnismäßige Maßnahmen“ an.

Archivbild: Kim Yo Jong (2. v. l.) überreicht Mike Pompeo in Pjöngjang Fotos, 2018

Archivbild · Foto: U.S. Department of State from United States / Wikimedia Commons, Public domain (zugeschnitten und skaliert)

Nordkorea will seine Propagandasendungen entlang der schwer bewachten Grenze zu Südkorea wieder aufnehmen. Kim Yo Jong, die Schwester von Machthaber Kim Jong Un, kündigte nach einem Besuch der Grenzbefestigungen mit hochrangigen Militärs an, Lautsprecher für die psychologische Kriegsführung würden noch im Oktober entlang der gesamten Grenze in Betrieb sein. Sie warnte Seoul vor der „schrecklichsten und bedrückendsten Lage“, falls es sich weiter in innere Angelegenheiten des Nordens einmische.

Kim warf südkoreanischen Soldaten Warnschüsse und Warndurchsagen an mehreren Stellen der Grenze vor und erklärte, Nordkorea werde „keine Gnade zeigen“, falls diese Schaden anrichteten. Seoul bezeichnete die Schüsse als legitime Verteidigungsmaßnahmen. Nach Angaben des südkoreanischen Militärs haben nordkoreanische Soldaten bei Befestigungsarbeiten in diesem Jahr 50-mal die militärische Demarkationslinie überschritten.

Die Spannungen hatten sich nach einer Minenexplosion in der entmilitarisierten Zone im September verschärft, bei der südkoreanische Soldaten verletzt wurden. Seoul macht Nordkorea verantwortlich, Pjöngjang bestreitet das. Das Verteidigungsministerium in Seoul kündigte „verhältnismäßige Maßnahmen“ an, das Vereinigungsministerium rief den Norden zu Gesprächen auf. Präsident Lee Jae Myung setzt seit seinem Amtsantritt im Juni 2025 auf Annäherung.

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