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Iguazú: Die Wasserfälle an der Grenze zu Brasilien führen fast so viel Wasser wie nie

Starkregen in Brasilien hat die Iguazú-Fälle anschwellen lassen. Laut NPR stürzten an einem Tag fast zwölf Millionen Liter pro Sekunde in die Tiefe – rund das Zehnfache des Normalen. Stege bleiben gesperrt.

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Foto: Falk2 / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Video: YouTube · UNESCO · youtube.com

Die Iguazú-Wasserfälle an der Grenze zwischen Argentinien und Brasilien zählen zu den eindrucksvollsten Naturschauspielen der Welt – und sind derzeit noch gewaltiger als sonst. Nach einem verregneten Oktober in Brasilien stürzten an einem Tag fast zwölf Millionen Liter Wasser pro Sekunde in die Tiefe, rund das Zehnfache des normalen Abflusses, berichtete der US-Sender NPR am 22.10.2026. Das rotbraune, schlammige Wasser reichte bis an die Unterseite der schmalen Metallstege, die in normalen Jahren knapp über den Fällen verlaufen. Wissenschaftler bringen die Regenfälle mit dem diesjährigen sehr starken El Niño („Super-El-Niño“) in Verbindung.

Die argentinische Parkverwaltung hatte den Zugang bereits am 12. Oktober beschränkt, als der Fluss mehr als 12.000 Kubikmeter pro Sekunde führte. Nach einer kurzen Öffnung am 13. Oktober wurden der obere und der untere Rundweg am 14. Oktober erneut gesperrt, wie das Portal Travel Tomorrow berichtete; als Sicherheitsgrenze gelten 11.000 Kubikmeter pro Sekunde. Der Steg zur „Garganta del Diablo“ (Teufelsschlund) war schon im August vorsorglich abgebaut worden. „Es regnet einfach immer weiter“, zitierte NPR den Direktor des Nationalparks. Besucherzentrum und Dschungelbahn blieben laut Travel Tomorrow geöffnet.

Das System aus Hunderten einzelner Fälle erstreckt sich nach Angaben der UNESCO über eine etwa 2,7 Kilometer breite, halbkreisförmige Basaltkante; das Wasser stürzt bis zu rund 80 Meter tief. Der argentinische Iguazú-Nationalpark ist seit 1984 UNESCO-Welterbe, der brasilianische Iguaçu-Nationalpark seit 1986. Zusammen schützen sie etwa 240.000 Hektar Atlantischen Regenwalds mit mehr als 2000 Gefäßpflanzenarten, rund 400 Vogelarten sowie Tapiren, Ozelots und Jaguaren.

Dieser Beitrag dient der Information und ist keine Rechts-, Steuer-, Finanz- oder medizinische Beratung. Angaben mit dem genannten Datenstand.

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