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70 Jahre Volksaufstand: Ungarn gedenkt der Revolution von 1956

Mit Fackelzug, Flaggenhissung und Gedenksitzung im Parlament erinnert Ungarn an den Aufstand gegen die Sowjetherrschaft. Premier Magyar spricht vor dem Parlament.

Archivbild: Ungarische Flaggen am Parlamentsgebäude in Budapest

Archivbild · Foto: Dennis G. Jarvis / Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0 (zugeschnitten und skaliert)

Ungarn begeht am Freitag den 70. Jahrestag der Revolution von 1956. Die Feiern begannen nach dem offiziellen Programm bereits am Donnerstagabend mit dem traditionellen Fackelzug von der Technischen Universität Budapest zum Bem-Platz, wo eine Rede von Ministerpräsident Péter Magyar bei einer Kranzniederlegung vorgesehen war; anschließend sollte auf dem Imre-Nagy-Platz die „Flamme der Revolution“ entzündet werden. Am Freitagmorgen ist nach Angaben des Budapest Business Journal eine feierliche Flaggenhissung mit Staatspräsident András Baka, Parlamentspräsidentin Ágnes Forsthoffer, Magyar und ausländischen Gästen geplant. Magyar will zudem die Parzelle 301 auf dem Friedhof Rákoskeresztúr besuchen, wo Opfer der Vergeltung nach 1956 begraben sind.

Am Nachmittag folgen eine zentrale Gedenkveranstaltung im Parlament und eine Rede Magyars auf dem Kossuth-Platz. Die oppositionelle Fidesz hält ein eigenes Gedenken auf dem Bem-Platz ab, mit Reden unter anderem von Ex-Präsident János Áder; die Partei Mi Hazánk versammelt sich an der Corvin-Passage. Auf der Linie 2 fährt eine historische Straßenbahn vom Typ UV, die im April 1956 erstmals auf dieser Strecke eingesetzt wurde. Auch im Ausland wird erinnert: Die Niagarafälle, der CN Tower in Toronto, die Christusstatue in Rio und der Wiener Stephansdom sollen in den ungarischen Nationalfarben erstrahlen.

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