Bulgarien: Strom an der Börse knapp unter 246 Euro – Haushalte brauchen mehr
An der bulgarischen Strombörse kostet die Megawattstunde für Freitag im Schnitt 245,91 Euro. Der Versorger Electrohold kaufte für Haushalte im Oktober fast 20 Prozent mehr Strom ein.

Symbolbild · Foto: Dimitǎr Boevski / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Strom bleibt in Bulgarien teuer. An der Bulgarischen Unabhängigen Energiebörse (IBEX) wurde Strom zur Lieferung am 23. Oktober im Schnitt für 245,91 Euro je Megawattstunde ohne Mehrwertsteuer gehandelt, wie die staatliche Nachrichtenagentur BTA berichtete. Das sind etwa 1,7 Prozent weniger als am Vortag mit 250,17 Euro. Auffällig: In den Spitzenstunden von 9 bis 20 Uhr lag der Durchschnitt mit 237,16 Euro niedriger als in den übrigen Stunden mit rund 254,66 Euro. Insgesamt wurden 93.794,4 Megawattstunden verkauft.
Gleichzeitig steigt mit dem kühleren Wetter der Verbrauch. Der Versorger Electrohold Prodazhbi, der Endkunden im Westen Bulgariens beliefert, hat nach eigenen Angaben in der ersten Oktoberhälfte 19,84 Prozent mehr Strom für Haushaltskunden eingekauft als in der ersten Septemberhälfte. Das Unternehmen führt dies auf die niedrigeren Temperaturen zurück, bei denen Haushalte traditionell mehr Strom für Heizung und Warmwasser verbrauchen.
Electrohold rät Kunden, auf ihren Rechnungen die verbrauchten Kilowattstunden statt nur des Gesamtbetrags zu prüfen. Jede Rechnung zeige den Verbrauch des laufenden und der vorangegangenen 13 Monate. Sinnvoll sei der Vergleich mit demselben Zeitraum des Vorjahres statt mit dem Vormonat, da sich Wetter und Lebensumstände im Haushalt ändern könnten.
