21 Raketen auf Kiew nach Witkoff-Besuch – Ukraine schickt 630 Drohnen Richtung Moskau
Laut Selenskyj starben in Kiew und Umgebung mindestens zwei Menschen, 34 wurden verletzt. Selenskyj spricht von einem „demonstrativen“ Angriff und fordert mehr Druck auf Moskau.
Foto: Main Directorate of the State Emergency Service of Ukraine in Kyiv / Wikimedia Commons, CC BY 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
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Wenige Stunden nach dem Treffen des US-Gesandten Steve Witkoff mit Kremlchef Wladimir Putin hat Russland Kiew in der Nacht zum Donnerstag massiv angegriffen. Nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj feuerte Russland 21 ballistische Raketen in drei Wellen auf die Hauptstadt. In Kiew und Umgebung wurden nach seinen Angaben mindestens zwei Menschen getötet und 34 verletzt. Laut Bürgermeister Vitali Klitschko wurde Metro-Infrastruktur an der Piwdennyj-Brücke über den Dnipro beschädigt.
Auch andere Landesteile wurden getroffen: Bei einem Angriff auf einen Markt in Losowa im Gebiet Charkiw starben nach örtlichen Angaben mindestens zwei Menschen, 17 wurden verletzt. Die ukrainische Luftwaffe zählte 210 russische Drohnen, von denen 181 abgeschossen oder abgelenkt worden seien. Selenskyj nannte den Angriff „demonstrativ“ und schrieb: „Wenn russische ballistische Raketen die Antwort auf Verhandlungen sind, muss echter Druck auf Russland ausgeübt werden.“
Die Ukraine griff ihrerseits mit Drohnen an. Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin sprach von 630 Drohnen auf die Region Moskau, davon 163 in Richtung Hauptstadt; die meisten seien abgefangen worden. Das russische Verteidigungsministerium meldete 808 abgeschossene Drohnen über 17 Regionen, der Krim und dem Schwarzen Meer. An allen vier internationalen Flughäfen Moskaus galten zeitweise Flugbeschränkungen.
