Chirurg in Shanghai, Patient in Plewen: Interkontinentale Roboter-OP
Der Rektor der Medizinischen Universität Plewen hat aus Shanghai per Roboter einen Patienten in Bulgarien operiert – über mehr als 8000 Kilometer Entfernung.

Symbolbild · Foto: Navy Medicine / Wikimedia Commons, Public domain (zugeschnitten und skaliert)
Ärzte in Plewen haben eine interkontinentale Roboter-Operation vorgenommen. Wie das BNT berichtete, steuerte Prof. Dobromir Dimitrow, Rektor der Medizinischen Universität Plewen, am 20. Oktober von einer Spezialkonsole in Shanghai aus einen Eingriff an einem Patienten im Operationssaal in Plewen – mehr als 8000 Kilometer entfernt. Beteiligt waren die Universität, ihr Kompetenzzentrum „Leonardo da Vinci“ und die Klinik für onkologische Chirurgie des Universitätskrankenhauses „Dr. Georgi Stranski“.
Operiert wurde ein linksseitiger Leistenbruch in minimalinvasiver Robotertechnik (TAPP). Eingesetzt wurde das Chirurgiesystem Toumai des chinesischen Herstellers MicroPort MedBot. Dimitrow führte die Hauptschritte aus der Ferne aus: Präparation, Einsetzen des Netzes und Naht des Bauchfells. Am Tisch in Plewen stand ein Team bereit, um bei Bedarf zu übernehmen, darunter die Chirurgen Doz. Martin Karamanliew und Doz. Polina Marinowa. Nach Angaben des Berichts gilt der Eingriff als bedeutender Schritt für die Telechirurgie. Angaben zur Signalverzögerung und zur Dauer der Operation wurden nicht gemacht.
