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Leibwächter von Parlamentschefin Dozowa stößt Journalistin zu Boden

Vor der Zentrale der Regierungspartei in Sofia fiel eine Reporterin nach einem Stoß eines NSO-Beamten aufs Pflaster. Der Beamte sagte bei der Militärstaatsanwaltschaft aus.

Symbolbild: Das Gebäude der bulgarischen Nationalversammlung in Sofia, Frontansicht

Symbolbild · Foto: Todor Bozhinov / Тодор Божинов / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Ein Beamter des Nationalen Schutzdienstes (NSO) hat am Donnerstagabend in Sofia eine Journalistin zu Boden gestoßen. Nach Berichten des Bulgarischen Nationalen Fernsehens (BNT) und des Portals Mediapool geschah es vor der Zentrale der Regierungspartei „Progressives Bulgarien“ am Boulevard Christo Botew, nach einer Sitzung des Parteivorstands und einer Erklärung von Premier Rumen Radew. Die Reporterin Sonja K. von der Agentur PIK wollte Parlamentspräsidentin Michaela Dozowa beim Einsteigen in ihren Dienstwagen eine Frage stellen und öffnete die bereits geschlossene Tür. Daraufhin stieß sie ein Leibwächter weg, sie fiel rückwärts auf den Gehweg. Die Kolonne fuhr davon. Ein Video des Vorfalls verbreitete sich rasch in sozialen Netzwerken.

Ein Rettungswagen brachte die Journalistin in die Militärmedizinische Akademie (VMA). Die Klinik teilte mit, die Patientin sei untersucht und zur Behandlung nach Hause entlassen worden; weitere Angaben verweigerte sie mit Verweis auf die ärztliche Schweigepflicht. Der NSO ordnete eine sofortige Überprüfung an, kündigte bei Fehlverhalten „strengste Maßnahmen“ an und schaltete die Militärstaatsanwaltschaft ein. Dort sagte der Beamte am späten Abend freiwillig aus; laut BNT wurde er kurz nach Mitternacht in Handschellen aus dem Gebäude geführt.

Dozowa wollte die Journalistin in der VMA besuchen, die hatte die Klinik aber bereits verlassen; Dozowa fuhr daraufhin zur Militärstaatsanwaltschaft. „Ich drücke mein tiefstes Bedauern über das aus, was geschehen ist“, sagte sie und nannte den Vorfall „absolut unzulässig“. Sie werde den NSO-Direktor um strengste Konsequenzen bitten. Präsidentin Ilijana Jotowa, der der Schutzdienst untersteht, verurteilte die „unzulässige und übermäßige Reaktion“ des Beamten und forderte rasche Ergebnisse der Prüfung.

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