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Dritter DPS-Bürgermeister in drei Tagen: Polizei befragt Rathauschef von Kardschali

Der Bürgermeister von Kardschali gab auf der Polizeiwache eine Aussage ab, festgenommen wurde er nicht. Die DPS spricht von Einschüchterung durch die Regierung Radew.

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Grafik: TERRA WORLD NEWS (eigene Darstellung nach den genannten Quellen)

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Die Polizei hat am Donnerstag das Rathaus von Kardschali betreten und den Bürgermeister zur Befragung mitgenommen. Nach Angaben des BNT machte er auf der örtlichen Polizeiwache eine Aussage, wurde aber nicht festgenommen. Den Grund nannten die Behörden zunächst nicht. Der Bürgermeister ist stellvertretender Vorsitzender der DPS – ebenso wie der tags zuvor festgenommene Bürgermeister von Beliza.

Die DPS reagierte mit scharfer Kritik. In einer Erklärung fragte die Partei, ob Polizeiaktionen gegen drei ihrer Bürgermeister an drei aufeinanderfolgenden Tagen das seien, was „Progressives Bulgarien“ und Premier Rumen Radew unter Wahlkampf verstünden. Der Einsatz von Polizei und Diensten verrate Angst vor dem Scheitern der Regierung. Die DPS kündigte an, sich an europäische Institutionen und die Justiz zu wenden, und erklärte, sie lasse sich nicht einschüchtern. Zudem will die Fraktion prüfen lassen, ob der Chef der Zollagentur den Bürgermeister von Beliza zum Parteiwechsel gedrängt habe; dieser kündigte an, sich nach einer Dienstreise zu äußern. Regionalminister Iwan Schischkow wies den Eindruck einer Inszenierung zurück. Die Festnahmen seien Teil eines Prozesses gegen Korruption, sagte er im BNT. „Ich glaube nicht, dass wir oder die bulgarische Gesellschaft das als Spektakel wahrnehmen“, so der Minister.

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