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Pirin: Erster Schnee in Bulgariens UNESCO-Gebirge mit über 70 Gletscherseen

Mitte Oktober ist an der Hütte Vihren der erste Schnee gefallen. Der Nationalpark Pirin zählt seit 1983 zum UNESCO-Welterbe – mit Gletscherseen, uralten Kiefern und Bären.

Archivbild: Der Besboschko-See im Nationalpark Pirin

Archivbild · Foto: Charles J. Sharp / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Im Pirin-Gebirge hat der Winter angeklopft: Am 14. Oktober meldete die Nachrichtenagentur Focus unter Berufung auf Aufnahmen in sozialen Netzwerken den ersten Schnee der Saison an der Piste Yulen und an der Hütte Vihren oberhalb von Bansko. Der Nationalpark Pirin im Südwesten Bulgariens steht seit 1983 auf der Welterbeliste der UNESCO; 2010 wurden seine Grenzen deutlich erweitert. Das Welterbegebiet umfasst laut UNESCO 38.350 Hektar, dazu kommt eine Pufferzone von 1.078 Hektar; es reicht von 1.008 bis 2.914 Metern Höhe. Der höchste Punkt ist der Gipfel Vihren, wie das bulgarische Tourismusministerium angibt. Gegründet wurde das Schutzgebiet laut Ministerium 1962, damals unter dem Namen Vihren.

Die UNESCO hebt eine eiszeitlich geprägte Hochgebirgslandschaft hervor: Kare, tiefe Täler und mehr als 70 Gletscherseen, dazu Wasserfälle, Geröllhalden und Höhlen. In den Nadelwäldern wachsen Mazedonische Kiefer und Schlangenhaut-Kiefer, darunter viele sehr alte Bäume. Die UNESCO verzeichnet 1.315 Gefäßpflanzenarten, darunter 86 Balkan-Endemiten, sowie 45 Säugetierarten wie Braunbär, Wolf und Baummarder und 159 Vogelarten.

Konfliktfrei ist der Schutz nicht. Die Weltnaturschutzunion IUCN bewertete den Erhaltungsausblick im Oktober 2025 mit „gut, mit einigen Bedenken“. Als hohe Bedrohung nennt sie die Skiinfrastruktur bei Bansko in der Pufferzone, die dem außergewöhnlichen universellen Wert des Gebiets in der Vergangenheit erheblichen und wiederholten Schaden zugefügt habe; neue Anlagen seien nicht geplant, Pisten würden rekultiviert. Als geringe Bedrohungen stuft die IUCN Quads, Beweidung und Wasserentnahme ein; die Folgen des Klimawandels seien mangels Daten nicht bewertbar. Die Skisaison in Bansko soll laut der Website banskoski.com, wie Focus berichtete, vom 1. Dezember bis 11. April 2027 dauern; der Betreiber behält sich Änderungen je nach Wetter und Schneelage vor.

Dieser Beitrag dient der Information und ist keine Rechts-, Steuer-, Finanz- oder medizinische Beratung. Angaben mit dem genannten Datenstand.

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