Filmpreis des Nordischen Rates geht an Joachim Triers „Sentimental Value“
Die Jury nennt das Familiendrama einen „unmittelbaren Klassiker des nordischen Films“. Erstmals gehen alle Preise des Nordischen Rates in einem Jahr nach Norwegen.

Archivbild · Foto: Harald Krichel / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Joachim Triers „Sentimental Value“ (Originaltitel „Affeksjonsverdi“) hat den Filmpreis des Nordischen Rates 2026 gewonnen. Der Preis ist mit 300.000 dänischen Kronen dotiert und wird zu gleichen Teilen zwischen Regisseur und Drehbuchautor Trier, Co-Autor Eskil Vogt sowie den Produzentinnen Maria Ekerhovd und Andrea Berentsen Ottmar geteilt.
Die Jury bezeichnete den Film als „unmittelbaren Klassiker des nordischen Films“, in dem Trier sein bislang reifstes Werk geschaffen habe. Sie lobte die Verbindung aus satirischem Blick auf das Filmemachen und feinem Porträt komplizierter Familienbeziehungen. Nominiert waren unter anderem auch Hlynur Pálmasons „The Love That Remains“ aus Island und „Begynnelser“ aus Dänemark.
Laut dem norwegischen Magazin Cinema gingen in diesem Jahr erstmals alle fünf Preise des Nordischen Rates an ein einziges Land – Norwegen. Überreicht werden sie am 27. Oktober; die Verleihung wird auf norden.org übertragen.
