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Streit um „Rente mit 63“: Connemann will nur noch Arbeitsjahre zählen

Die Chefin der Mittelstandsunion schlägt vor, Erziehungs- und Pflegezeiten beim abschlagsfreien Renteneintritt nicht mehr anzurechnen. SPD, Sozialverbände und die Junge Gruppe der Union widersprechen.

Archivbild: Gitta Connemann (CDU)

Archivbild · Foto: Christliches Medienmagazin pro / Wikimedia Commons, CC BY 2.0 (zugeschnitten und skaliert)

Im Koalitionsstreit um die Rente für besonders langjährig Versicherte hat die Vorsitzende der Mittelstandsunion, Gitta Connemann (CDU), eine Verschärfung ins Spiel gebracht. „Arbeitsjahre statt Beitragsjahre wäre ein gangbarer Weg“, sagte sie bei WELT TV. Bislang zählen für die 45 Jahre auch Zeiten der Kindererziehung, Pflege, Wehr- oder Zivildienst sowie Phasen mit Leistungen wie Krankengeld. Umgesetzt werden könne dies nach ihren Worten erst in den parlamentarischen Beratungen nach einem Kabinettsbeschluss.

Die Rentenkommission der Regierung hatte vorgeschlagen, den abschlagsfreien Renteneintritt nach 45 Jahren abzuschaffen; Kanzler Friedrich Merz (CDU) will die Vorschläge so umsetzen, wie sie vorliegen. SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf bekräftigte dagegen: „Wir wollen diese Möglichkeit, nach 45 Beitragsjahren in Rente zu gehen, abschlagsfrei, erhalten.“ Arbeitsminister Alexander Schweitzer (SPD) zeigte sich zuversichtlich, einen „guten Kompromiss“ zu finden.

Auch in der Union stößt der Vorstoß auf Widerspruch: Pascal Reddig, Chef der Jungen Gruppe, warnte, vor allem Frauen würden benachteiligt. Unionsfraktions-Sozialpolitiker Marc Biadacz wies Berichte zurück, die Fraktion wolle Erziehungs- und Pflegezeiten weniger berücksichtigen: „Wir weisen diese Spekulation zurück.“ VdK-Präsidentin Verena Bentele nannte den Vorschlag einen „sozialpolitischen Skandal ersten Ranges“.

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