„Gen Z steht auf“: Berliner Polizei rüstet sich für Protesttag an Halloween
Für den 31. Oktober kursieren Aufrufe zu Jugendprotesten in vielen Städten. Die Berliner Polizei erwartet einen großen Einsatz und will verhindern, dass Gruppen die Schülerproteste missbrauchen.

Symbolbild · Foto: Lear 21 / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Die Berliner Polizei bereitet sich auf einen umfangreichen Einsatz am 31. Oktober vor. Die Initiative „Gen Z steht auf“ ruft für diesen Tag zu Protesten in zahlreichen deutschen Städten auf – unter anderem für bessere Bildung und bezahlbares Wohnen sowie gegen die Wehrpflicht. Nach Tagesspiegel-Informationen ist in Berlin bislang keine Versammlung angemeldet; die Polizei beobachtet die Aufrufe in sozialen Netzwerken, wo unterschiedliche Uhrzeiten und Treffpunkte kursieren.
Polizeisprecher Florian Nath sagte, es gebe Bestrebungen, die Schülerproteste für andere Interessen zu nutzen: „Das werden wir nicht zulassen.“ Man werde genau prüfen, ob es sich um legitime Proteste handle. Mitinitiator Akram Selo betonte gegenüber dpa: „Wir distanzieren uns klar von jeglicher Art von Gewalt.“ Die meisten Beiträge im Netz betonen friedliche Absichten, einzelne Aufrufe wünschen sich jedoch Unruhen wie in Frankreich.
Der Berliner Landeschef der Gewerkschaft der Polizei, Stephan Weh, mahnte, man müsse aufpassen, dass radikale Kräfte den Protest nicht vereinnahmen; Sorge bereitet auch die Pyrotechnik in der Halloween-Nacht. Im Jahr 2024 waren in dieser Nacht 132 Menschen festgenommen worden. Am vergangenen Freitag hatte die Polizei bei einem Schülerprotest in Friedrichshain rund 50 schulfremde Personen festgestellt; dabei kam es zu Rangeleien, eine Anwohnerin wurde verletzt.
