Galeria sucht Käufer: Insolvente Warenhauskette startet Investorensuche
Nach dem erneuten Insolvenzantrag hat die Suche nach neuen Eigentümern begonnen. Alle 83 Häuser öffnen vorerst weiter – welche schließen, ist offen.

Archivbild · Foto: Raimond Spekking / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Für die insolvente Warenhauskette Galeria hat die Suche nach einem oder mehreren Käufern offiziell begonnen. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf unternehmensnahe Kreise. Die Beratungsfirma Roland Berger begleitet den Prozess. Galeria hatte kürzlich erneut Insolvenz beantragt.
Der Betrieb in den 83 Filialen läuft vorerst weiter. Der vorläufige Insolvenzverwalter Frank Kebekus will jedes Haus einzeln auf seine Tragfähigkeit prüfen, wie er den Beschäftigten am Freitag mitteilte. Mit dem US-Investor Gordon Brothers, der im Juni einen Kredit von bis zu 160 Millionen Euro gegen Ware bereitgestellt hatte, verhandelt er laut Bericht über die Finanzierung des Weihnachtsgeschäfts.
Galeria beschäftigt 11.250 Menschen, der Gesamtbetriebsrat zeigt sich „vorsichtig optimistisch“. Handelsexperte Johannes Berentzen von der Beratung BBE schätzt den Investitionsbedarf für Gebäudetechnik und Ausstattung auf rund eine Milliarde Euro. Ein neuer Investor brauche „tiefe Taschen“, selbst wenn er nur die Hälfte der Häuser übernehme.
