Streit um die Budgetgrenze: Wolff lehnt Vowles-Plan ab und warnt vor gedrückten Gehältern
Williams-Teamchef Vowles will Teams am Ende der WM-Wertung mehr Budget erlauben. Mercedes-Chef Wolff ist skeptisch, sieht aber ein anderes Problem: Die Kostengrenze drücke die Gehälter.

Archivbild · Foto: Wf1fan / Wikimedia Commons, CC0 (zugeschnitten und skaliert)
In der Formel 1 wird über eine Reform der Budgetobergrenze gestritten. Williams-Teamchef James Vowles schlägt laut Motorsport Week vor, dass Teams weiter hinten in der Konstrukteurswertung mehr Geld ausgeben dürfen als die Spitzenteams – ähnlich wie bei der Windkanalzeit, von der schwächere Teams schon heute mehr bekommen. Für eine Änderung in der F1-Kommission braucht er sechs Teams. Dafür sollen Alpine, Aston Martin, Audi und Cadillac sein, dagegen McLaren, Red Bull, Ferrari und Mercedes; Haas und Racing Bulls gelten als unentschlossen.
Mercedes-Teamchef Toto Wolff zeigte sich skeptisch. Leistungsausgleich (Balance of Performance) sei für ihn „wie ein rotes Tuch“, sagte er laut RacingNews365. Er sei nicht sicher, ob man einen weiteren Mechanismus wolle, der an die WM-Platzierung gekoppelt ist, und warnte davor, Regeln zurückzudrehen, die man erst vor ein, zwei Jahren bewusst geändert habe. Ein kleineres Team wäre auch nicht glücklich, wenn Mercedes fünf Millionen mehr für Doktoranden ausgeben dürfte, so Wolff. Für Williams habe er aber großes Verständnis.
Wolff sieht ein anderes Problem: Die Budgetgrenze drücke die Gehälter, die weiterhin unter denen von Tech-Firmen, Hedgefonds oder Investmentbanken lägen. Laut GPFans wünscht er sich mehr Spielraum für niedrigere Gehälter in Form einer eigenen Stufe, statt neue Frontflügel zu kaufen. Vowles hofft laut Motorsport Week, dass eine Änderung noch vor dem neuen Motorenreglement greift.
