Kruger-Nationalpark: Tote Elefanten formen die Savanne noch Jahre später
Im südafrikanischen Kruger-Nationalpark hinterlassen Elefantenkadaver nährstoffreiche Inseln, die Impalas und Büffel jahrelang anziehen, zeigt eine neue Studie in PNAS.

Symbolbild · Foto: Bernard DUPONT from FRANCE / Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0 (zugeschnitten und skaliert)
Offene Savanne und Waldland prägen den Kruger-Nationalpark in Südafrika, wo Löwen, Hyänen und Geier ebenso unterwegs sind wie Impalas und Büffel. Laut einer neuen Studie leben dort rund 30.000 Elefanten, etwa 600 sterben pro Jahr. Was mit ihren Überresten geschieht, haben Forschende um Courtney Reed und Deron Burkepile untersucht; die Arbeit erschien am 12. Oktober 2026 im Fachjournal PNAS.
Das Team untersuchte 40 Stellen, an denen ausgewachsene Elefanten zwischen acht Tagen und knapp acht Jahren zuvor verendet waren. Im Boden fand es im Schnitt rund 31-mal so viel Ammonium, siebenmal so viel Nitrat und dreimal so viel Phosphor wie in der Umgebung, auch an den ältesten Fundorten. Das Gras dort enthielt etwa 1,5-mal mehr Stickstoff. Impalas und Büffel grasten an den Kadaverstellen rund dreimal so oft wie an Vergleichsflächen; Kameras zeichneten an acht Orten mehr als 24.000 Tiere auf.
Zugleich war die Vielfalt von Pflanzen und Bakterien an den Stellen geringer. Die Forschenden sprechen von „Kältepunkten“ der Artenvielfalt, aber „Hotspots“ der Ökosystemprozesse. Nach ihrer Hochrechnung könnten im Park zu jedem Zeitpunkt rund 4000 Kadaver die Landschaft prägen – ein Hinweis darauf, wie stark die grauen Riesen die Savanne auch nach ihrem Tod mitgestalten.
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