Berlin --:--Sonntag, 18. Oktober 2026
LIVE
Leben & AlltagNACHRICHTENFAKTENKONTEXT
Leben & Alltag ·

Koffein bei Kindern: Schon eine Tasse pro Woche mit kleinerer Hirnoberfläche verknüpft

Eine Auswertung der US-Studie ABCD mit 9632 Kindern sieht einen Zusammenhang zwischen koffeinhaltigen Getränken, kürzerem Schlaf und der Hirnstruktur. Ursache und Wirkung bleiben offen.

Symbolbild: Kühlregal mit Softdrinks

Symbolbild · Foto: Wilfredor / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Kinder, die koffeinhaltige Getränke konsumieren, weisen laut einer neuen Auswertung eine etwas kleinere Oberfläche der Großhirnrinde auf. Forschende des King's College London analysierten Daten von 9632 Kindern im Alter von 9 bis 11 Jahren aus der US-Langzeitstudie ABCD. Die Arbeit ist im Fachjournal Biological Psychiatry: Cognitive Neuroscience and Neuroimaging als Vorabversion erschienen und wurde am 22. September 2026 angenommen.

Ein höherer Koffeinkonsum ging demnach mit einer kleineren Hirnoberfläche in 22 Regionen einher; die Gesamtoberfläche war schon ab etwa einer Tasse pro Woche kleiner, was laut den Autoren noch bestätigt werden muss. Getrieben wurde das Ergebnis vor allem durch Limonaden; die Kinder tranken im Schnitt 1,2 Tassen Limo und 0,2 Tassen Kaffee pro Woche. Für Tee fanden die Forschenden keinen Zusammenhang. Ein Teil der Verbindung ließ sich über kürzeren Schlaf erklären.

Die Autoren weisen auf Grenzen hin: Gehirn und Konsum wurden nur einmal erfasst, Koffein und Schlaf beruhen auf Selbst- und Elternangaben, und andere Faktoren wie Ernährung, Stress oder Armut ließen sich nicht ausschließen. Eine kleinere Hirnoberfläche bedeute für sich genommen keinen Schaden, und ob sie Denken oder Lernen beeinflusst, zeigt die Studie nicht. Die Ergebnisse sind allgemeine Information und ersetzen keine ärztliche Beratung.

Dieser Beitrag dient der Information und ist keine Rechts-, Steuer-, Finanz- oder medizinische Beratung. Angaben mit dem genannten Datenstand.

Mehr aus dem Ressort

← Leben & Alltag