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Bulgarien: Wohnungspreise steigen schneller als Löhne – außer in Burgas und Russe

Laut НСИ verteuerten sich Wohnungen binnen eines Jahres um 15,5 Prozent, die Bruttolöhne nur um 9,8 Prozent. In zwei Großstädten verbesserte sich die Erschwinglichkeit.

Symbolbild: Wohnblocks im Stadtteil Trakija in Plowdiw

Symbolbild · Foto: Gligan (talk) / Wikimedia Commons, CC BY 3.0 (zugeschnitten und skaliert)

In Bulgarien wird Wohneigentum für Durchschnittsverdiener schwerer bezahlbar. Nach Daten des Statistikamts НСИ stiegen die Wohnungspreise im zweiten Quartal 2026 um 15,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr, nach 14,8 Prozent im ersten Quartal. Der durchschnittliche Bruttomonatslohn legte im selben Zeitraum laut НСИ um 9,8 Prozent auf 1444 Euro zu. Eine Auswertung des Portals Smqtai stellt beide Reihen für die großen Städte gegenüber.

In Sofia stieg der Preisindex demnach um 13,2 Prozent, der Durchschnittslohn um 8,9 Prozent auf 1943 Euro. In Stara Sagora legten die Preise um 15,7 Prozent zu, die Löhne um 10,4 Prozent, in Warna 14,3 gegenüber 12,7 Prozent. Anders in Burgas: Dort stiegen die Preise um 9,1 Prozent, die Löhne mit 12,2 Prozent stärker. In Russe sanken die Wohnungspreise sogar leicht um 0,8 Prozent, während die Löhne um 10,4 Prozent zulegten.

Gleichzeitig kühlt der Markt bei den Verkäufen ab. Laut Registeragentur wurden im dritten Quartal 2026 landesweit 45.312 Immobiliengeschäfte eingetragen, 22,1 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Finanziert wird weiterhin stark über Kredite: Der durchschnittliche Zins für neue Wohnungsdarlehen lag nach Angaben der Bulgarischen Nationalbank im August bei 2,42 Prozent, der Bestand an Wohnungskrediten wuchs um 25,2 Prozent auf 19,3 Milliarden Euro.

Dieser Beitrag dient der Information und ist keine Rechts-, Steuer-, Finanz- oder medizinische Beratung. Angaben mit dem genannten Datenstand.

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