Quantenrechner für Magnete und Wasserstoff: QuEra in drei US-Forschungsteams
Im 37-Millionen-Dollar-Programm QC3 des US-Energieministeriums sucht QuEra mit Partnern nach Supraleitern, starken Magneten und Elektrolyse-Verfahren mit weniger Iridium.

Symbolbild · Foto: QuEra Computing, Inc. / Wikimedia Commons, CC BY 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Das US-Quantencomputer-Unternehmen QuEra ist an drei von neun Teams beteiligt, die im Programm „Quantum Computing for Computational Chemistry“ (QC3) des US-Energieministeriums gefördert werden. Das berichtet The Quantum Insider unter Berufung auf eine Mitteilung des Unternehmens. Das dreijährige Programm der Forschungsagentur ARPA-E ist mit 37 Millionen Dollar ausgestattet. Es soll die Lücke schließen zwischen dem, was Quantenrechner in den nächsten Jahren leisten können, und dem, was bekannte Chemie-Algorithmen an Rechenressourcen verlangen.
Die Vorgaben sind ehrgeizig: Jedes Team muss eine Energieanwendung benennen, die eine Billiarde BTU Energie oder eine Gigatonne CO₂-Äquivalent betrifft, und eine hundertfache Verbesserung gegenüber dem besten klassischen Verfahren anpeilen – überprüft bei rund 100 logischen, also fehlerkorrigierten Qubits. Ein vom Lawrence Berkeley National Laboratory geführtes Team sucht nach Hochtemperatur-Supraleitern, ein Team um das Lawrence Livermore National Laboratory nach extrem starken, leichten Magneten für Motoren und Generatoren.
Das dritte Projekt unter Leitung der Firma Phasecraft, mit Johnson Matthey und der Harvard University, simuliert die Elektrolyse zur Wasserstoffherstellung – vor allem, um weniger des seltenen Metalls Iridium zu benötigen. QuEra steuert Rechner auf Basis neutraler Atome bei und will bis 2029 1.000 logische Qubits erreichen. „Die frühesten Beispiele für einen Quantenvorteil werden das Ergebnis gemeinsamer Entwicklung über den gesamten Anwendungsstapel sein“, sagte Stefan Ostermann, Direktor für Quantenanwendungen bei QuEra.
