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Klöckner: „In einer Demokratie darf man auch dummes Zeug reden“

Bundestagspräsidentin Klöckner warnt davor, abweichende Meinungen vorschnell als extremistisch abzustempeln. Wer auf Argumente verzichte, werde „denkfaul“.

Archivbild (2025): Bundestagspräsidentin Julia Klöckner

Archivbild · Foto: Tobias Koch, Deutscher Bundestag / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) hat zu mehr Toleranz gegenüber anderen Meinungen aufgerufen. „Wir müssen ertragen, wenn jemand anders denkt“, sagte die 53-Jährige der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“, wie die dpa berichtet. „Wir sollten auch nicht alles gleich als extremistisch oder demokratiegefährdend bezeichnen.“

In politischen Debatten gehe es schnell um Bekenntnisse, kritisierte Klöckner; die moralische Haltung zähle dann mehr als das Argument, was zu unversöhnlichen Positionen führe. „Wer aber auf die Auseinandersetzung mit Argumenten verzichtet, wird denkfaul.“ Erst die Beschäftigung mit Details erlaube es, eigene Ansichten weiterzuentwickeln. Demokratie bedeute auch, aufeinander zuzugehen.

„Unsere Demokratie gibt nicht die eine Meinung vor“, sagte Klöckner. Debatten könnten „durchaus Zumutung sein“: „In einer Demokratie darf man auch dummes Zeug reden.“

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