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Grüne im Südwesten: Wellhäußer und Schmitt führen die Partei von Özdemir

Die 27-jährige Freiburgerin Clara Wellhäußer und Özdemir-Vertrauter Jan-Lukas Schmitt sind neue Landeschefs der Grünen in Baden-Württemberg. Schmitt grenzt sich deutlich von der CDU ab.

Archivbild (2025): Cem Özdemir bei einer Kundgebung in Berlin

Archivbild · Foto: Leonhard Lenz / Wikimedia Commons, CC0 (zugeschnitten und skaliert)

Die Grünen in Baden-Württemberg haben eine neue Doppelspitze. Beim Landesparteitag in Offenburg wählten die Delegierten am Samstag die 27-jährige Juristin Clara Wellhäußer mit knapp 93 Prozent und den 31-jährigen Jan-Lukas Schmitt mit 81 Prozent der Stimmen. Gegenkandidaten gab es nicht. Die beiden folgen auf Lena Schwelling und Pascal Haggenmüller, die die Partei seit 2021 geführt hatten und nicht erneut antraten.

Wellhäußer ist Stadträtin in Freiburg, wird dem linken Flügel zugerechnet und war unter anderem Sprecherin der Grünen Jugend. Sie befürwortet die Prüfung eines AfD-Verbotsverfahrens. Schmitt, ein ehemaliger Wirtschaftsjournalist, gehört zum Realo-Flügel, leitete zuletzt den Wahlkampf von Ministerpräsident Cem Özdemir und gilt als dessen enger Vertrauter. Mit Blick auf die grün-schwarze Koalition sagte er: „Wir regieren mit der CDU, aber wir sind nicht mit denen fusioniert.“

Özdemir regiert seit Mai 2026 in Stuttgart; die Grünen stellen 56 Landtagsabgeordnete. In einer Umfrage liegen sie laut Bericht bei 30 Prozent und damit weiter vorn. Auf dem Parteitag sagte Özdemir: „Die repräsentative, die liberale Demokratie ist noch längst nicht tot.“ Nach seinen Angaben stammen in diesem Jahr 66 Prozent des in Baden-Württemberg erzeugten Stroms aus erneuerbaren Energien.

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