Streit in der NRW-AfD: Zwei Ratsherren tragen Mensur in Düsseldorf aus
Ein Kölner und ein Düsseldorfer AfD-Kommunalpolitiker sollen sich in einem Verbindungshaus duelliert haben. Die Verabredung soll beim Streit um die Landesliste für 2027 entstanden sein.

Symbolbild · Foto: Wikimedia Commons, Public domain (zugeschnitten und skaliert)
Zwei AfD-Politiker aus Nordrhein-Westfalen haben sich in Düsseldorf zu einer Mensur getroffen, einem studentischen Fechtkampf mit scharfen Klingen. Das bestätigte der Kölner AfD-Ratsherr Matthias Büschges der dpa: „Wir haben miteinander gefochten.“ Sein Gegner war demnach der Düsseldorfer AfD-Ratsherr Jeremy Franosch. Als Austragungsort wird ein Verbindungshaus in Düsseldorf genannt; ein dpa-Reporter sah am Vormittag mehrere Menschen hineingehen. Zuerst hatte das Portal t-online berichtet.
Das Ergebnis nannte Büschges nicht, er sprach von einer „Privatsache“. „Die Mensur befolgt ganz, ganz strenge Regeln, die auch da eingehalten werden“, sagte er. Man habe sich „aus einer Bierlaune“ heraus in Marl ein wenig aufgezogen. Zu möglichen Verletzungen machte er keine Angaben.
Die Verabredung soll im Juli bei der Aufstellungsversammlung für die NRW-Landtagswahl 2027 in Marl getroffen worden sein, wo der Konflikt im Landesverband eskaliert war. Die NRW-AfD ist seit Monaten zerstritten: Auf der einen Seite steht der als gemäßigt geltende Landeschef Martin Vincentz, auf der anderen das „patriotische Lager“ um den Dortmunder Bundestagsabgeordneten Matthias Helferich.
