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Niedrigwasser: Rund 30 Frachtschiffe sitzen auf der bulgarischen Donau fest

Ein Frachter mit Dünger für Ungarn liegt seit drei Monaten vor Russe vor Anker. Die Baggerflotte steht seit August still, Experten fordern Buhnen wie in Österreich.

Symbolbild: Schiffe am Donauufer in Russe

Symbolbild · Foto: XeresNelro / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Der niedrige Wasserstand der Donau legt die Binnenschifffahrt auf dem bulgarischen Abschnitt weitgehend lahm. Rund 30 Frachtschiffe sind nach einem BNT-Bericht seit Monaten blockiert. Der Frachter „Sweti Apostol Toma“ liegt den dritten Monat vor Russe vor Anker; er hat Kunstdünger geladen, der nach Ungarn gehen sollte. Die fünfköpfige Besatzung arbeitet in 24-Stunden-Schichten. „Der Fluss ist ausgetrocknet, wir können nicht weiterfahren“, sagte ein Schiffer, der nach eigenen Worten in 40 Jahren noch nie so niedrige Pegel gesehen hat.

Einige Reeder haben Ladung auf Leichter umgeladen, was den Transport verteuert und auf flachen Abschnitten dennoch riskant bleibt. Auf dem rumänischen Abschnitt sei die Fahrt mit reduzierter Ladung eher möglich, auf dem bulgarischen kaum, sagte Steuermann Daniel Iwanow. Kapitän Iwo Stojanow sagte, das Schiff verliere wertvolle Fahrten; Löhne würden gezahlt, Tagegelder aber nicht. Die Baggerflotte in Russe steht laut BNT seit August still.

Fachleute sehen die Lösung in wasserbaulichen Anlagen; in Österreich und Ungarn sind die Ufer mit Buhnen gesichert. Mit Quer- und Längsbuhnen gäbe es auch hier ganzjährig Wasser, sagte Kapitän Stojanow. Solche Anlagen seien bereits geplant gewesen, sagte Ingenieur Waleri Iwanow von der Donau-Baggerflotte. Bis Regen den Pegel steigen lässt, warten die Besatzungen darauf, nach Hause zu können.

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